Kronthaler: „Mit Kleinmann habe ich abgeschlossen“
Zwischen ÖVV-Präsident Peter Kleinmann und Hypo-Macher Hannes Kronthaler kracht es weiter - und es ist keine Beruhigung in Sicht.
Von Daniel Suckert
Innsbruck – Es war kein einmaliges, bereinigendes Gewitter, das in der Vorwoche über den österreichischen Volleyballsport hereinbrach. Ganz im Gegenteil: Die Fronten zwischen Österreichs Verband mit Präsident Peter Kleinmann und Hypo-Tirol-Manager Hannes Kronthaler waren nie so verhärtet.
Morgen (USI, 20.20 Uhr) kommt es im Bundesliga-Finale in Innsbruck zum zweiten Finale zwischen dem Titelverteidiger Hypo Tirol Volleyballteam und Herausforderer Aich/Dob. In der „Best-of-seven“-Serie führen die Tiroler dank eines 3:1-Auswärtssiegs in Kärnten mit 1:0. Und aufgrund des ungefährdeten Erfolgs glauben nur Optimisten an ein Aufbäumen des Vizemeisters.
Weniger eindeutig ist da die Situation zwischen Kleinmann und Kronthaler. Hypo hatte aufgrund eines Sponsorstreits mit dem ÖVV auf eine Nennung für die Saison 2017/18 verzichtet, Kleinmann zog die Konsequenzen und schloss eine Rückkehr der Tiroler – laut jetzigem Stand – kategorisch aus.
Auch am Wochenende wollte sich der ÖVV-Präsident nicht beruhigen: „Ich bin über die Vorwürfe von Kronthaler geschockt.“ Der Präsident führte etliche Punkte an, die ihm – aus seiner Sicht – zu Unrecht vom Tiroler Bau-Löwen vorgeworfen werden.
Die Antwort von Kronthaler ließ nicht lange auf sich warten. „Ich bin für jegliche Zusammenarbeit mit dem ÖVV zu haben. Mit Kleinmann, dem Auslöser des Problems, habe ich abgeschlossen!“
Es ist bezeichnend für die heimische Liga, wenn der Streit zwischen den ehemaligen Weggefährten mehr Staub aufwirbelt als das Finale der AVL. Die Liga stagniert seit Jahren und die alten Wunden der wichtigsten Persönlichkeiten im Volleyball sind immer noch nicht verheilt.
Es wird eines offensichtlich: Beide können und wollen nicht mehr miteinander. Obwohl Kleinmann und Kronthaler über all die Jahre so viel für den Sport auf dem glänzenden Parkett (oder auf Sand) geleistet haben. Gemeinsam, wie auch unabhängig voneinander, jeder in seinem Bundesland.
Aber vielleicht stimmt in dieser Situation ja das Sprichwort: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
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