Papst will auf Ägypten-Reise Ende April nicht verzichten
Vatikanstadt (APA) - Trotz Sorgen in hohen Vatikan-Kreisen um die Sicherheit des Papstes nach den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen in Ä...
Vatikanstadt (APA) - Trotz Sorgen in hohen Vatikan-Kreisen um die Sicherheit des Papstes nach den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen in Ägypten will Franziskus auf den für 28. und 29. April geplanten Besuch in Kairo nicht verzichten. Die Vorbereitungen für den zweitägigen Besuch schreiten nach Plan voran, bestätigte der Vatikan-Pressesprecher Greg Burke nach Angaben italienischer Medien.
Nach seiner Ankunft in Kairo am 28. April wird Franziskus demnach zunächst Präsident Abdel Fattah al-Sisi und anschließend den Großscheich der Al-Azhar-Universität, Ahmed Mohammed al-Tajjib, treffen. Franziskus spricht außerdem mit dem koptischen Papst (Patriarchen) Tawadros II. Das Katholiken-Oberhaupt werde unter anderem auf einer internationalen Friedenskonferenz an der Kairoer Al-Azhar-Universität sprechen, wie aus dem vom Vatikan veröffentlichten Programm hervorgeht. Vor seiner Rückreise nach Rom wird Franziskus am Samstag eine Messe feiern und anschließend mit ägyptischen Bischöfen zu Mittag essen.
Der Papst lasse sich von der schwierigen Lage im Land nicht von der Reise abhalten, hieß es im Vatikan. Auch auf eine Reise in die von blutigen Konflikten zwischen der muslimischen Minderheit und der christlichen Bevölkerungsmehrheit zerrissene Zentralafrikanische Republik hatte Franziskus im November 2015 nicht verzichtet.
Katholiken bilden im überwiegend muslimischen Ägypten eine kleine Minderheit der Christen. Die Mehrzahl gehört der koptisch-orthodoxen Kirche an, deren Oberhaupt Papst Tawadros II. ist.
Johannes Paul II. (1978-2005) hatte im Jahr 2000 Ägypten besucht. Er war damals auch in Kairo gewesen. Höhepunkt seines Besuches war allerdings eine Visite auf dem Berg Sinai, wo nach der Schilderung der Bibel Gott dem Volk Israel die Zehn Gebote offenbart haben soll.
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