Europas Leitbörsen treten zur Eröffnung weitgehend auf der Stelle

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag im Eröffnungshandel weitgehend auf der Stelle getreten. Geopolitische U...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag im Eröffnungshandel weitgehend auf der Stelle getreten. Geopolitische Unsicherheiten haben die Anleger zurückhaltend agieren lassen.

Der Euro-Stoxx-50 fiel gegen 9.40 um 0,26 Prozent auf 3.486,82 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg um geringfügige 0,04 Prozent auf 12.229,49 Punkte. In London notierte der FTSE-100 mit einem ebenfalls knappen Plus von 0,05 Prozent bei 7.352,76 Punkten.

„Die Investoren rund um den Globus bleiben wegen der aktuellen geopolitischen Risiken vorsichtig“, kommentierte der Marktanalyst Milan Cutkovic, vom Broker AxiTrader. Nicht nur die Situation in Syrien und ein potenzieller Konflikt zwischen den USA und Russland würden für Nervosität sorgen. Auch die Ereignisse auf der koreanischen Halbinsel würden mit Spannung verfolgt, sagte der Marktbeobachter weiter.

Was Konjunkturdaten angeht, sind im weiteren Tagesverlauf keine größeren Impulse zu erwarten. Am Vormittag wird das sentix-Investorenvertrauen für den Euroraum im April veröffentlicht. Analysten rechnen im Schnitt mit einem leicht schwächeren Wert. In den USA dürfte vor allem einer Rede von Notenbank-Chefin Janet Yellen Aufmerksamkeit zuteilwerden. Yellen wird allerdings erst nach Börsenschluss in New York sprechen.

Im Euro-Stoxx-50 notierten Fresenius mit einem Plus von 0,47 Prozent im Spitzenfeld. Der deutsche Medizinkonzern ist an einer Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn interessiert. Die Tochter Kabi befindet sich nach Unternehmensangaben in fortgeschrittenen Gesprächen über einen möglichen Erwerb.

Zu den schwächsten Werten im Index gehörten hingegen L‘Oreal mit einem Kursabschlag von 0,69 Prozent. Goldman Sachs hat L‘Oreal von „Buy“ auf „Neutral“ abgestuft und das Kursziel von 180 auf 179 Euro gesenkt. Die Analysten verwiesen in einer Studie zum europäischen Haushalts- und Konsumgütersektor auf das Risiko eines noch stärker wachsenden Wettbewerbsdrucks.

In Zürich tendierten Syngenta um 0,51 Prozent höher. Nach den USA und der EU-Wettbewerbsbehörde gibt auch Mexiko grünes Licht für die 43 Mrd. Dollar schwere Übernahme des Schweizer Agrarchemiekonzerns durch den chinesischen Staatskonzern ChemChina.

Im MDAX sprangen Stada-Aktien um über elf Prozent nach oben. Im Ringen um die Übernahme des deutschen Pharmakonzerns sollen nach dem Willen des Managements die Finanzinvestoren Bain und Cinven den Zuschlag erhalten. Dem Unternehmen seien zwei Übernahmeangebote angekündigt worden, das von Bain und Cinven sei das attraktivste, teilte die Konzernführung mit.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA083 2017-04-10/09:44