Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Kursgewinne verzeichneten die Aktienmärkte i...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Kursgewinne verzeichneten die Aktienmärkte in Japan und Australien. Der Nikkei-225 in Tokio gewann 0,71 Prozent auf 18.797,88 Punkte. Der All Ordinaries in Sydney stieg um 0,78 Prozent auf 5.948,90 Einheiten.
Leicht im Minus tendierten hingegen die Börsen in Hongkong und Indien. Der Hang Seng verlor 0,02 Prozent auf 24.262,18 Einheiten. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 29.648,30 Zählern. Etwas deutlicher fielen die Abschläge in Shanghai aus: Der Shanghai Composite büßte 0,52 Prozent auf 3.269,39 Punkte ein.
Der Wochenauftakt verlief an den asiatischen Aktienmärkten ruhig und ohne größere Impulse. Marktrelevante Konjunkturdaten standen nicht auf der Agenda, auch hinsichtlich Geldpolitik gab es keine Neuigkeiten. Geopolitisch bleiben jedoch die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea im Blickfeld der Anleger.
Am Wochenende wurde bekannt, dass eine US-Flugzeugträgergruppe zur koreanischen Halbinsel entsendet wurde. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um die Präsenz und Bereitschaft in der westlichen Pazifikregion zu stärken, sagte ein Sprecher der US-Armee. Zuvor hatte Nordkorea den US-Raketenangriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt mit scharfen Worten kritisiert und als Beleg für die Notwendigkeit seines eigenen Atomprogramms bezeichnet.
Bei den Einzelwerten stiegen in Tokio Suzuki Motor 1,44 Prozent. Unterstützend könnte hier eine positive Analysteneinschätzung der Citigroup gewirkt haben. Trotz des deutlichen Kursanstieges seit vergangenem Sommer seien die Titel des Auto- und Motorradherstellers weiterhin attraktiv bewertet, argumentierten die Wertpapierexperten der US-Bank. Positiv beurteilen sie vor allem die langfristigen Aussichten für die Nachfrage am indischen Markt.
In Sydney gewannen Rio Tinto 1,38 Prozent. Damit trotzten sie der Nachricht, dass der Bergbaukonzern in Zusammenhang mit seinen Firmensparten in Steueroasen zu einer Steuernachzahlung in der Höhe von 284 Mio. Dollar verdonnert wurde. Die australischen Behörden haben in jüngster Zeit die Steuermoral multinationaler Konzerne in Australien genauer unter die Lupe genommen.
In Hongkong gaben Jiangxi Copper um 1,09 Prozent nach. Der Kupferkonzern hat mitgeteilt, für das Ende März abgelaufene Quartal einen Gewinnanstieg von 160 Prozent zu erwarten. Die Anleger dürften jedoch mehr erwartet haben.
In Mumbai rutschten Infosys im Späthandel mit einem Kursabschlag von 1,96 Prozent ans Ende des Sensex 30. Der IT-Konzern wird am Donnerstag Zahlen für das vierte Geschäftsquartal sowie das Gesamtjahr vorlegen und damit die Berichtssaison in Indien starten.
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