Tourismus -Staatliche Mini-Förderung für Kleinstunternehmen
Wien (APA) - Das Wirtschaftsministerium will touristische Kleinstunternehmen im ländlichen Raum mit einer neuen Förderaktion zu „überregiona...
Wien (APA) - Das Wirtschaftsministerium will touristische Kleinstunternehmen im ländlichen Raum mit einer neuen Förderaktion zu „überregional bedeutenden und innovativen Projekten“ motivieren. Insgesamt stehen rund 400.000 Euro zur Verfügung - die Hälfte davon stammt aus EU-Mitteln, wie das Ministerium heute, Montag, mitteilte. Einreichschluss ist am 3. Juli 2017.
Im Fokus stehen Investitionen in die touristische Infrastruktur bzw. in die Zusammenarbeit von kleinen Betrieben bei der Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen. Bis zu 70 Prozent der anerkennbaren Kosten können gefördert werden, im Einzelfall maximal 200.000 Euro. Die Bewerber sollen weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen bzw. höchstens einen Jahresumsatz von 2 Mio. Euro aufweisen.
Bei den NEOS löst die Förderung Verwunderung und Ärger aus: Tourismussprecher Sepp Schellhorn, selbst Hotelier, kritisiert die Aktion als „klassische Schmalspurmaßnahme“ und „weiteren PR-Gag“ der Regierung, die keinerlei Änderung im System bringe.
„Zuerst nehmen sie den Betrieben durch diverse Auflagen, Abgaben und Regulierungen alles weg, um dieses Geld anschließend in einem seltsam anmutenden Gießkannenprinzip als Förderung für touristische Kleinstbetriebe zu verkaufen“, so Schellhorn.
„Statt Kleinstförderungen im Gießkannenprinzip auszuteilen, braucht es ein gemeinsames Konzept der Österreich Werbung (Tourismusmarketingorganisation des Staates und der Wirtschaftskammer, Anm.) und der Landwirtschaft“, meinte der Politiker in einer Aussendung. Die NEOS vermissen „visionäre Maßnahmen für den künftigen Tourismusstandort Österreichs“ - eine große, gesamtheitliche Tourismusstrategie.
~ WEB www.neos.eu ~ APA247 2017-04-10/13:17
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