Innsbruck

Somalier erneut unter Verdacht

Innsbruck – Vorbeifahrende Autolenker hatten in der Nacht zum Sonntag an der BP-Tankstelle bei der Hallerstraße eine mutmaßliche Vergewaltig...

Innsbruck –Vorbeifahrende Autolenker hatten in der Nacht zum Sonntag an der BP-Tankstelle bei der Hallerstraße eine mutmaßliche Vergewaltigung verhindert. Es war gegen 2.25 Uhr, als ein 19-jähriger Somalier am Gehsteig der Tankstelle eine 22-jährige Innsbruckerin ansprach. Wie die Polizei ermittelte, habe er die Frau zunächst um Feuer für eine Zigarette gebeten, sei dann aber sogleich zudringlich geworden. Schließlich kam es zum Übergriff und der 19-Jährige versuchte laut Polizei, die 22-Jährige zu vergewaltigen.

Couragierte Autolenker waren indes schon zur Tankstelle zurückgekehrt, dazu dauerte es gerade einmal eine Minute, bis auch schon die Polizei am Tatort eingetroffen war. Der Somalier konnte festgenommen werden, die 22-Jährige wies offensichtliche Verletzungen auf. Beim Somalier – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – handelt es sich indes um kein unbeschriebenes Blatt mehr. War der 19-Jährige doch gerade im März am Landesgericht nicht rechtskräftig von einem Vergewaltigungsversuch freigesprochen worden. Laut Anklage hatte er versucht, in der Innsbrucker Psychiatrie eine Patientin zu vergewaltigen. Gestern wurde nun wegen dringenden Tatverdachts der Vergewaltigung Untersuchungshaft verhängt, wie Staatsanwalt Thomas Willam der TT bestätigte.

Landeshauptmann Günther Platter (VP) meinte zu diesem und ähnlichen Vorfällen, „dass der Rechtsstaat nun mit allen Mitteln reagieren und die Zähne zeigen müsse“. Ein „Asyl­aberkennungsverfahren sei sofort einzuleiten“. (fell)