Austro-Firmen wollen Fuß in kanadische Türe bekommen
Toronto/Wien (APA) - Nach sonntäglichen Besuchen auf Bio-Farmen, bei Winzern und in Spezialitätengeschäften hat die österreichische Delegati...
Toronto/Wien (APA) - Nach sonntäglichen Besuchen auf Bio-Farmen, bei Winzern und in Spezialitätengeschäften hat die österreichische Delegationsreise nach Kanada am Montag mit einem Austro-Lebensmittelsymposium in Toronto so richtig begonnen. „Der kanadische Markt birgt großes Potenzial für österreichische Lebensmittel und Umwelttechnik“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) im APA-Gespräch.
Der Minister verwies auf die Bedeutung der Reise im Hinblick auf das EU-Kanada-Freihandelsabkommen CETA, dessen handelspolitischer Teil bald vorläufig zur Anwendung kommt. Österreichische Qualitätsprodukte wie Wein, Fleisch, Wurst und Speck, Käse und Milchprodukte sowie Green-Building-Technologien hätten große Exportpotenziale in Kanada. Als kleines Land wie Österreich könne man sich perfekt auf Gegebenheiten einstellen wie sie in Kanada herrschen. Kanada hingegen interessiere sich mehr für andere, größere Exportmärkte wie Deutschland und nicht so sehr für Österreich, so Rupprechter.
„Es macht Sinn, den kanadischen Markt zu bearbeiten, Russland ist beispielsweise weggefallen und ich habe keine allzu große Hoffnung, dass die Sanktionen bald enden könnten“, so Rupprechter. Beim Symposium bekamen die Österreicher von Einheimischen unter anderem einen genauen Überblick über den kanadischen Lebensmittelmarkt und die dortige Nachfragesituation geboten.
Zahlreiche Firmenvertreter begleiten die Delegation. Es handelt sich beispielsweise um Winzerinnen wie Nadine Schüller aus Niederösterreich oder Winzer Josef „Peter“ Münzenrieder aus dem Burgenland, die Ausfuhrchancen im Rahmen der Reise ausloten. „Es geht darum, mit kanadischen Importeuren ins Gespräch zu kommen, einen Fuß in die Tür zu bekommen“, sagte Schüller auf ihre Intentionen angesprochen.
Aber etwa auch Handl-Tyrol-Chef Christian Handl ist an Ort und Stelle und will die Geschäfte mit Kanada ausbauen. Momentan macht Handl Tyrol mit rund 500.000 Euro 0,4 Prozent des Gesamtumsatzes in Kanada, sagte Handl zur APA. Der oberösterreichische Fleischhacker Greisinger etwa würde gerne seine Berner Würstel Richtung Ottawa liefern.
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