Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag keine klare Richtung gefunden. Im gesamten Tagesverlauf kamen die Akti...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag keine klare Richtung gefunden. Im gesamten Tagesverlauf kamen die Aktienmärkte in Europa nicht recht in die Gänge - auch, weil Impulse für den Handel fehlten. Der Euro-Stoxx-50 ging schlussendlich mit einem Minus von 0,44 Prozent bei 3.480,44 Zählern aus dem Handel.
„Die Investoren rund um den Globus bleiben wegen der aktuellen geopolitischen Risiken vorsichtig“, kommentierte der Marktanalyst Milan Cutkovic, vom Broker AxiTrader. Nicht nur die Situation in Syrien und ein potenzieller Konflikt zwischen den USA und Russland würden für Nervosität sorgen. Auch die Ereignisse auf der koreanischen Halbinsel würden mit Spannung verfolgt, sagte der Marktbeobachter weiter.
Was Konjunkturdaten angeht, blieb es zu Wochenbeginn vergleichsweise ruhig. Aus der Eurozone kamen positive Konjunktursignale: Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex stieg im April um 3,2 Punkte auf 23,9 Zähler und erreichte den höchsten Stand seit fast einem Jahrzehnt. In den USA blieb der Datenkalender leer. Eine anberaumte Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen wird erst nach Börsenschluss in New York stattfinden.
Im Euro-Stoxx-50 gehörten Fresenius mit einem Plus von 0,83 Prozent zu den größten Gewinnern. Der deutsche Medizinkonzern ist an einer Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn interessiert. Die Tochter Kabi befindet sich nach Unternehmensangaben in fortgeschrittenen Gesprächen über einen möglichen Kauf.
Ebenfalls im grünen Bereich aus dem Handel gingen die Aktien von L‘Oreal, die nach Verlusten im Frühhandel ins Plus drehten und um 0,11 Prozent stiegen. Am Vormittag waren die Titel noch von einer Abstufung durch Goldman Sachs belastet worden. Die US-Großbank hatte ihre Kaufempfehlung mit Verweis auf das Risiko eines noch stärker wachsenden Wettbewerbsdrucks gestrichen.
Im Mailand legten die Titel des Flugzeugteile-Herstellers Avio ein erfolgreiches Börsendebüt hin und beendeten den Handelstag 6,60 Prozent über dem Startpreis. Avio baut die europäische Trägerrakete Vega und liefert wichtige Teile für die größere Rakete Ariane 5 und deren Nachfolgerin Ariane. Die erste Notierung fällt zusammen mit der Verschmelzung von Avio mit dem Investment-Vehikel Space2, das bereits vorher an der Börse notiert war.
Im MDAX sprangen Stada-Aktien um über zehneinhalb Prozent nach oben. Im Ringen um die Übernahme des deutschen Pharmakonzerns sollen nach dem Willen des Managements die Finanzinvestoren Bain und Cinven den Zuschlag erhalten. Dem Unternehmen seien zwei Übernahmeangebote angekündigt worden, das von Bain und Cinven sei das attraktivste, teilte die Konzernführung mit.
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Index Änderung Änderung Zuletzt
Punkte Prozent Wien ATX 2.910,50 1,76 0,06 2.908,74 Frankfurt DAX 12.200,52 -24,54 -0,20 12.225,06 London FT-SE-100 7.348,94 -0,43 -0,01 7.349,37 Paris CAC-40 5.107,45 -27,83 -0,54 5.135,28 Zürich SPI 9.679,70 41,55 0,43 9.638,15 Mailand FTSEMIB 20.202,05 -98,01 -0,48 20.300,06 Madrid IBEX-35 10.437,70 -91,30 -0,87 10.529,00 Amsterdam AEX 519,16 0,46 0,09 518,70 Brüssel BEL-20 3.822,08 2,64 0,07 3.819,44 Stockholm SX Gesamt 1.572,47 2,80 0,18 1.569,67 Europa Euro-Stoxx-5 3.480,44 -15,36 -0,44 3.495,80
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Euro-Stoxx 372,71 -1,16 -0,31 373,87 ~
~ ISIN EU0009658145 ~ APA441 2017-04-10/18:18
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