Proteste in Serbien gegen Präsident Vucic gehen weiter

Belgrad (APA) - Die Proteste gegen den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic sind auch am Montag in Belgrad, Nis, Novi Sad und anderen Stä...

Belgrad (APA) - Die Proteste gegen den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic sind auch am Montag in Belgrad, Nis, Novi Sad und anderen Städten Serbiens fortgesetzt worden. Täglich nehmen Tausende vorwiegend junge Menschen seit einer Woche an Protestkundgebungen teil. Ihre Forderungen werden dabei täglich größer.

Wie am Montag bei der Belgrader Protestkundgebung mitgeteilt wurde, handle es sich um zwei Gruppen von Forderungen. Die erste betreffe die „Abschaffung der Diktatur und den Wechsel der politischen Elite mit Aleksandar Vucic an der Spitze“. Gefordert werde auch die Amtsenthebung aller korrupten Amtsträger in öffentlichen Unternehmen und volle Medienfreiheit.

Die zweite Forderungsgruppe beziehe sich auf die Verbesserung des Lebensstandards der gesamten Bevölkerung, aber auch auf eine volle öffentliche Finanzierung des Bildungs- und Gesundheitswesens. Zuvor war von den Demonstranten auch schon die Amtsenthebung von Parlamentspräsidentin Maja Gojkovic gefordert worden, sowie der Mitglieder der staatlichen Wahlkommission. Personaländerungen wurden auch im staatlichen TV-Sender RTS verlangt.

Die Präsidentschaftswahlen am 2. April hatte Premier Vucic mit gut 55 Prozent der Stimmen überzeugend gewonnen. Der zweitplatzierte Kandidat, Sasa Jankovic, blieb mit gut 16 Prozent der Stimmen weit zurück.