Wiener Börse (Mittag) - ATX weiter etwas schwächer
Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich heute, Dienstag, zu Mittag weiter etwas schwächer präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.900,0...
Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich heute, Dienstag, zu Mittag weiter etwas schwächer präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.900,05 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 10,45 Punkten bzw. 0,36 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,17 Prozent, FTSE/London +0,60 Prozent und CAC-40/Paris -0,08 Prozent.
Das europäische Börsenumfeld präsentierte sich ebenfalls verhalten. Dem Handel fehlten die entscheidenden Impulse. Eine unerwartet starke Aufhellung der vom deutschen Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobenen Konjunkturerwartungen für Deutschland verlieh dem Handel keinen Auftrieb. Die ebenfalls veröffentlichten Zahlen zur Industrieproduktion im Euroraum im Februar verfehlten außerdem die Erwartungen.
Bei den Einzelwerten stiegen in Wien die Aktien der OMV um 0,47 Prozent auf 39,57 Euro. Wie das in der Früh veröffentlichte Trading Statement zeigte, hat das Unternehmen im ersten Quartal spürbar mehr Öl und Gas gefördert als im vorhergehenden Vierteljahr und auch deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Die Gesamtproduktion im Bereich Upstream lag im Schnitt bei 335.000 Barrel Öl-Äquivalent (boe) pro Tag.
Hingegen rutschten die Papiere der Semperit als schwächster Wert im prime market um 2,30 Prozent auf 24,43 Euro ab. Damit knüpften sie an ihre Vortagesverluste an, am Montag hatten sie nach einer Gewinnwarnung bereits über drei Prozent eingebüßt. „Wir empfehlen, vorerst jedes Investment in Semperit-Aktien zu vermeiden“, heißt es in einer aktuellen Einschätzung der Baader Bank. Für Dienstagnachmittag ist ein Conference Call angesetzt.
EVN-Aktien gaben unterdessen leicht um 0,17 Prozent auf 11,96 Euro nach. Die Analysten der Deutschen Bank erhöhten ihr Kursziel auf 12,20 Euro und bestätigten die Anlageempfehlung „Hold“. Im Vergleich zu anderen Versorgeraktien seien die EVN-Titel zwar günstig bewertet, die Dividendenrendite liege allerdings unter dem Branchenschnitt, hieß es zur Begründung.
Dem schwachen Umfeld entziehen konnten sich FACC, die mit einem klaren Plus von 1,16 Prozent auf 6,56 Euro den ATX Prime anführten. Dahinter stiegen Lenzing um 0,95 Prozent auf 165,00 Euro und Immofinanz gewannen 0,76 Prozent auf 1,85 Euro.
Im Branchenvergleich verloren vor allem die Bankaktien noch stärker als der Gesamtmarkt: Raiffeisen büßten deutliche 1,29 Prozent auf 20,69 Euro ein und Erste Group gaben um 0,90 Prozent auf 30,76 Euro nach.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX um 9.00 Uhr bei 2.911,14 Punkten, das Tagestief lag um 9.02 Uhr bei 2.893,77 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,33 Prozent tiefer bei 1.465,99 Punkten. Im prime market zeigten sich 15 Titel mit höheren Kursen, 21 mit tieferen und einer unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.456.043 (Vortag: 2.459.740) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 29,79 (29,08) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher OMV mit 108.755 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 4,29 Mio. Euro entspricht.
~ ISIN AT0000999982 ~ APA211 2017-04-11/12:15
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