UNO warnt vor „Massensterben“ durch Hunger in Afrika und Jemen

Genf (APA/AFP) - Die Vereinten Nationen haben wegen der Hungerkrise in mehreren afrikanischen Ländern und im Jemen vor einem „Massensterben“...

Genf (APA/AFP) - Die Vereinten Nationen haben wegen der Hungerkrise in mehreren afrikanischen Ländern und im Jemen vor einem „Massensterben“ gewarnt und dafür unter anderem fehlende Hilfe verantwortlich gemacht. Im westafrikanischen Nigeria, am Horn von Afrika und im Jemen bestehe das zunehmende Risiko eines „Massensterbens“ durch Verhungern, so der UNHCR-Sprecher Adrian Edwards am Dienstag in Genf.

Diese humanitäre Krise „hätte verhindert werden können“, sagte Edwards. Nun sei sie „unausweichlich“. Der Mitarbeiter des UNO-Flüchtlingshochkommissariates machte neben der seit langem andauernden Trockenheit und den Konflikten in den betroffenen Ländern die unzureichenden finanziellen Hilfen aus dem Ausland für das Ausmaß der Katastrophe verantwortlich. Es drohe eine „schlimmere humanitäre Krise“ als 2011, warnte der Sprecher. Damals starben am Horn von Afrika infolge der Dürre 260.000 Menschen.

Regierungsunabhängige Hilfsorganisationen und UN-Organisationen warnen seit Monaten vor einer Hungerkatastrophe vor allem in Ostafrika sowie im bitterarmen Bürgerkriegsland Jemen. In Ostafrika herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit fünf Jahrzehnten. Allein in Äthiopien leiden rund 5,6 Millionen Menschen akut an Hunger.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA248 2017-04-11/12:55