Rund 55.000 Kriegsvertriebene in Afghanistan seit Jahresbeginn
Kabul (APA/dpa) - In Afghanistan sind seit Jahresbeginn fast 55.000 Menschen vor Gefechten zwischen radikalislamischen Taliban und Sicherhei...
Kabul (APA/dpa) - In Afghanistan sind seit Jahresbeginn fast 55.000 Menschen vor Gefechten zwischen radikalislamischen Taliban und Sicherheitskräften aus ihren Heimatdörfern geflohen. Kriegsflüchtlinge seien in 25 der 34 Provinzen gezählt worden, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha).
Dies seien aber nur die verifizierten Zahlen, sagte ein Sprecher, Mohammed Maliksai. Berichten aus den Provinzen zufolge könnte es rund 28.000 weitere Binnenflüchtlinge vor allem im Norden und im Süden des Landes geben. Mitarbeiter seien dabei, diese Zahlen zu überprüfen.
Im vergangenen Jahr waren rund 660.000 Afghanen wegen der sich verschärfenden Gewalt im Land zu Binnenflüchtlingen geworden. Für 2017 erwartet die UNO mindestens 450.000 weitere Zwangsvertriebene. Die nächste Frühjahrsoffensive der Taliban steht kurz bevor.
~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA344 2017-04-11/15:02
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