Schweigeminute zur Befreiung des KZ Buchenwald in Deutschland
Weimar (APA/dpa) - Mit einer Schweigeminute haben am Dienstag mehr als 200 Menschen der Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Buchenw...
Weimar (APA/dpa) - Mit einer Schweigeminute haben am Dienstag mehr als 200 Menschen der Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Buchenwald vor 72 Jahren gedacht.
Am 11. April 1945 war das Lager von der auf Weimar vorrückenden US-Armee befreit worden. Die Soldaten fanden dort 21.000 Überlebende vor. Die nationalsozialistische Schutzstaffel (SS), die mit der Verwaltung von Konzentrationslagern betraut war, war geflohen. Bewaffnete Häftlinge hatten das Lagertor übernommen.
Aus den Lautsprechern klang an diesem sonnigen Tag damals der unerhörte Satz: „Kameraden wir sind frei“, wie der Direktor der KZ-Gedenkstätte, Rikola-Gunnar Lüttgenau, am Dienstag auf dem einstigen Appellplatz sagte.
An dem Gedenken an die 56.000 Toten von Buchenwald und den 139 Außenlagern nahmen auch einige hochbetagte ehemalige Häftlinge aus mehreren Ländern Europas teil. Sie waren als Kinder oder Jugendliche in die Lager verschleppt worden.
Zu den österreichischen Todesopfern gehörte der Schriftsteller Jura Soyfer, der 1939 in Buchenwald an Typhus starb.
Von 1937 bis 1945 hatten die Nationalsozialisten fast 280.000 Menschen aus mehr als 50 Nationen auf den Ettersberg in Thüringen verschleppt, wo sich das Konzentrationslager befand.
Kommentare