Österreichische Firma will Ex-Generali-Sitz in Triest erwerben

Triest (APA) - Der Standort Triest wird für österreichische Investoren immer attraktiver. Nachdem sich der Klagenfurter Immobilienentwickler...

Triest (APA) - Der Standort Triest wird für österreichische Investoren immer attraktiver. Nachdem sich der Klagenfurter Immobilienentwickler MID Holding diese Woche bei einer Versteigerung für den Erwerb des ehemaligen Messegeländes in Triest durchgesetzt hat, signalisiert eine österreichische Firma Interesse an der Privatisierung eines historischen Palasts im Stadtzentrum.

Bei dem Gebäude, den die Gemeinde Triest versteigert, handelt es sich um den im 18. Jahrhundert errichteten Palazzo Carciotti, der sich im Herzen der Stadt befindet und direkten Ausblick auf das Meer hat. Im Gebäude mit einer Fläche von 15.000 Quadratmetern wohnte 1816 eine kurze Zeit lang Österreichs Staatskanzler und Außenminister Fürst Metternich. 1831 wurde der Palast zum ersten Sitz der Versicherungsgesellschaft Generali. Später diente er als Sitz der Österreichisch-ungarischen Bank

Zurzeit sind noch einige Büros der Gemeinde Triest untergebracht. Wegen der hohen Kosten für die Instandhaltung des Palazzo soll er jetzt privatisiert werden. Dies soll mittels einer Versteigerung erfolgen, die voraussichtlich im Herbst stattfinden wird. Der Wert des Gebäudes wird zwischen 17 und 20 Mio. Euro geschätzt.

„Eine österreichische Firma hat Interesse für den Erwerb des Palasts signalisiert, um daraus ein Luxushotel zu machen. Die Position ist dafür ideal“, kommentierte „, betonte das Gemeinderatsmitglied Lorenzo Giorgi, der die Versteigerung für die Gemeinde betreut. Es gebe noch weitere Interessenten für das Gebäude, sagte er.

Die Stadt Triest ist dabei, mehrere Immobilien zu verkaufen, um die Gemeindekassen aufzufüllen. Der Klagenfurter Immobilienentwickler MID Holding hat sich bei einer Versteigerung für den Erwerb des ehemaligen Messegeländes in Triest mit einem Angebot von 12 Mio. Euro durchgesetzt. Weitere drei Interessenten, darunter eine österreichische Firma, deren Name nicht bekannt gegeben wurde, hatten sich an der Versteigerung der Gemeinde Triest beteiligt.