Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend schwächer

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch mehrheitlich schwächer geschlossen. Die sich zuspitzenden Konflikte um Nordkorea u...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch mehrheitlich schwächer geschlossen. Die sich zuspitzenden Konflikte um Nordkorea und Syrien haben Asiens Aktienmärkte weiterhin belastet. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 195,26 Zähler oder 1,04 Prozent auf 18.552,61 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 225,04 Zähler (plus 0,93 Prozent) auf 24.313,50 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor 15,14 Punkte oder 0,46 Prozent auf 3.273,83 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich uneinheitlich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 29.720,72 Zählern mit minus 67,63 Punkten oder 0,23 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 4,3 Zähler oder 0,07 Prozent auf 5.968,90 Einheiten.

Konjunkturseitig rückte der Blick der Anleger nach China. Dort setzt sich die moderate Inflation fort. Die Verbraucherpreise stiegen im März um 0,9 Prozent zum Vorjahresmonat. Analysten hatten aktuell eine Rate von 1,0 Prozent erwartet.

Daneben hat sich im März zum ersten Mal seit sieben Monaten der Anstieg der Erzeugerpreise in China etwas abgekühlt. Die Preise stiegen im Vergleich zum Vorjahr wie von Experten erwartet um 7,6 Prozent nach 7,8 Prozent im Februar. Grund waren fallende Preise für Eisenerz und Kohle.

Es besteht die Sorge, dass die Nachfrage für das wachsende Stahlangebot nicht ausreichen könnte. Die Verbraucherpreise stiegen um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Experten hatten mit einem Anstieg von einem Prozent gerechnet. Im Februar lag die Rate bei 0,8 Prozent.

Folglich fielen Angang Steel um 0,7 Prozent und Beijing Shougang sackten sogar über zehn Prozent ab. Auch in Indien verloren Tata Steel über 1,6 Prozent.

Vor dem Hintergrund geopolitische Risiken gilt der Yen als sicherer Hafen und legte an Wert zu. Das wiederum trübte die Exportaussichten japanischer Unternehmen ein und zog deren Aktien runter.

So gaben in Japan die Aktien von Sony um über zwei Prozent ab, auch Panasonic fielen um 1,6 Prozent. Hingegen konnten Sharp ein Plus von 3,8 Prozent verbuchen. Außerdem verloren Toshiba um über ein Prozent. Der angeschlagene Technologiekonzern hatte am Vortag nach Börsenschluss tiefrote Bilanzzahlen vorgelegt. Zuvor gab es mehrmalige Verschiebungen der Veröffentlichung wegen massiver Probleme der inzwischen insolventen US-Atomsparte. Die Zahlen wurden ohne Absegnung durch die Wirtschaftsprüfer veröffentlicht.