Dortmund-Anschlag: Sportereignisse schon vielfach Zielscheibe
Dortmund (APA/AFP) - Kurz vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco wurde am Dienstagabend auf den Mannschaftsbus von Borussia ...
Dortmund (APA/AFP) - Kurz vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco wurde am Dienstagabend auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ein Sprengstoffanschlag verübt. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Immer wieder sind auch Sportveranstaltungen Ziel von politisch motivierten Anschlägen:
Paris, 2015: Während eines Freundschaftsspiels Frankreichs gegen Deutschland sprengen sich am 13. November drei Selbstmordattentäter vor dem Stade de France in die Luft, dabei kommt ein Passant ums Leben. Es folgen weitere Selbstmordanschläge in Paris. Insgesamt werden 130 Menschen getötet.
Istanbul, 2015: Auf der Rückfahrt von einem Fußballspiel wird der Mannschaftsbus des Istanbuler Clubs Fenerbahce am 4. April in der Küstenstadt Trabzon beschossen. Der Fahrer wurde im Gesicht verletzt, die Spieler blieben unbeschadet.
Boston, 2013: Am Zieleinlauf des jährlichen Boston-Marathons explodieren am 15. April zwei in Rucksäcken versteckte Sprengsätze. Sie töten drei Zuschauer, 264 Läufer und Zuschauer werden verletzt. Einer der Täter stirbt auf der Flucht, ein zweiter wird gefasst und später zum Tode verurteilt.
Angolanische Provinz Cabinda, 2010: Zwei Tage vor dem Beginn des Afrika-Cups in Angola greifen bewaffnete Kämpfer einer Untergrundgruppe am 8. Jännerr den Bus der Fußball-Nationalmannschaft von Togo an. Sie töten drei Menschen, darunter den Assistenztrainer, neun weitere werden verletzt.
Lahore, 2009: Auf dem Weg zum Länderspiel gegen Pakistan wird der Bus von Sri Lankas Kricket-Nationalmannschaft im pakistanischen Lahore unter Beschuss genommen. Sechs Polizisten und zwei Zivilisten sterben.
Atlanta, 1996: Während der Olympischen Sommerspiele explodiert am 27. Juli bei einem Konzert im Olympia-Park eine Rohrbombe. Zwei Menschen sterben, mehr als hundert weitere wurden verletzt. Erst sieben Jahre später wird der Täter, ein christlicher Rechtsextremist aus den USA, gefasst.
München, 1972: Während der Olympischen Spiele stürmen palästinensische Extremisten am 5. September das Quartier der israelischen Mannschaft und nehmen Geiseln. Sie erschießen zwei Athleten; bei einer fehlgeschlagenen Geiselbefreiung kommen weitere neun Israelis und ein Polizist ums Leben.
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