Tirol

Groß ist nicht nur der Elefant

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Ob es an dem neuen, riesigen Requisit liegt? Fakt ist, noch nie war der Publikumsandrang für das Gletscherschauspiel „Hannibal“ so groß wie heuer.

Von Irene Rapp

Sölden –Rund 5000 Karten warten bereits darauf, eingelöst zu werden, „so viele sind im Vorverkauf noch nie weggegangen. Es gibt daher nur noch Stehplätze“, sagt Ernst Lorenzi, Organisator von „Hannibal 2017“. Am 21. April geht das Gletscherschauspiel am Rettenbachferner oberhalb von Sölden bereits das zwölfte Mal über die Bühne: mit Gästen aus nah und fern sowie interessierten Journalisten von China über Russland bis in die Schweiz.

In 67 Minuten wird die Geschichte von Hannibal erzählt, der einst mit Tausenden Mann und 37 Elefanten die Alpen überquerte, um gegen die Römer zu kämpfen. Am Rettenbachferner nahmen bislang Pistenbullys die Rolle der tierischen Begleiter Hannibals ein.

Heuer ist erstmals ein „echter“ Elefant mit dabei – zumindest eine Figur aus Stahl, Styropor und einer Gummihaut darüber, die einem Dickhäuter täuschend ähnlich sieht. Das neue Bühnenrequisit stammt von den Salzburger Festspielen und bringt „vier Tonnen auf die Waage“, wie Lorenzi weiß.

Aber auch sonst sind die Bühnenarbeiter in diesen Tagen gefordert: Die Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren, die prognostizierten Schneefälle sollten keine Probleme bereiten. Insgesamt sind in diesen Tagen und bei der Aufführung am 21. April 500 Leute im Einsatz. „Da ist das Personal der Gastronomie noch gar nicht miteingerechnet.“

Wer Hannibals Abenteuer auf der mit drei Kubikkilometern weltweit größten Bühne erleben will – „wir bespielen ja das Ganze mit Flugzeugen auch aus der Luft“ –, sollte sich warm anziehen. Start der Aufführung ist nämlich erst um 19.30 Uhr. Und wer nicht mit dem Auto hinfahren will: Aus ganz Tirol steuern Shuttledienste Sölden bzw. den Rettenbachferner an.