„Staatsverweigerer“-Prozess: „Camp mit Outdoor-Überlebenstraining“
Krems (APA) - Eine 42-jährige Angeklagte hat sich am Mittwochabend im „Staatsverweigerer“-Prozess am Landesgericht Krems nicht schuldig beka...
Krems (APA) - Eine 42-jährige Angeklagte hat sich am Mittwochabend im „Staatsverweigerer“-Prozess am Landesgericht Krems nicht schuldig bekannt. Die Mitbegründerin des sogenannten International Common Law Court of Justice Vienna (ICCJV) hatte eine „gerichtliche Vorladung“ gegen die damalige Sachwalterin der Erstangeklagten unterschrieben. „Ich war mir über den Inhalt nicht im Klaren“, meinte die Deutsche.
Am Hof in Hollenbach im Waldviertel hatte im Juli 2014 nach Angaben der 42-Jährigen ein Camp mit Outdoor-Überlebenstraining stattgefunden, „wir haben auf der Wiese gezeltet“. „Mir ging es um die Philosophie des Naturgesetzes“, betonte die Frau, die sich nach eigenen Angaben einer nachhaltigen, ökologischen Lebensweise verschrieben hat.
Ein psychiatrischer Sachverständiger untersuchte alle Angeklagten mit Ausnahme des 57-Jährigen. Er stellte bei den sieben untersuchten Beschuldigten keine Hinweise auf Zurechnungsunfähigkeit oder eine geistig seelische Abartigkeit höheren Grades fest. Bei der Erstangeklagten sei eine Persönlichkeitsstruktur mit verminderter Frustrationstoleranz und erhöhter Begeisterungsfähigkeit möglich, wodurch sich die 53-Jährige in eine juristische Parallelwelt hineingesteigert habe. Kurz nach 22.00 Uhr sollte mit der Befragung des letzten Angeklagten (47) begonnen werden.
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