Scheffau sieht Licht am Ende des B 178-Tunnels
Scheffauer Gemeinderat legt sich auf Unterflurtrasse für Loferer Straße fest. Liste Fritz kritisiert, dass erst 2019 Geld für Bau vorhanden ist.
Von Wolfgang Otter
Scheffau am Wilden Kaiser – Es war eine legendäre Entscheidung, die der Scheffauer Gemeinderat traf: Man legte sich auf eine Trassenvariante für die neue B178 fest. Und das Erfreuliche für die Scheffauer: Sie bekommen ihre Unterflurlösung samt „Deckel“ drauf. Ob darauf ein Kreisverkehr oder eine normale Kreuzung ausgeführt wird, stünde laut Scheffaus Bürgermeister Christian Tschugg noch nicht fest. Die Unterflurtrasse wird an die 400 Meter lang werden, verrät Tschugg. Alles Weitere werde bei einem Gespräch im Tiroler Landhaus mit LHStv. Josef Geisler festgelegt. Dabei geht es besonders um die Finanzierung. Auch wenn Tschugg noch keine Summe nennen will, um nichts vorwegzunehmen, wird die von den Scheffauern favorisierte Lösung teurer als eine von den Planern ebenfalls vorgelegte Alternative. Der Scheffauer Neo-Bürgermeister, er ist erst seit 2016 im Amt, ist aber zuversichtlich, dass nun das berühmte Licht am Ende der Unterflurtrassendiskussion in Sicht ist. Auch weil die Gespräche „in einem äußerst guten Klima“ verlaufen seien, wie Tschugg betont.
Die Diskussionen um die Scheffauer B178-Variante waren nicht immer harmonisch verlaufen. Das Land wollte auf die Unterflurtrasse verzichten. Daher prallten bei einem TT-Forum in Scheffau die Meinungen aufeinander.
Außer Streit stand jedoch, dass eine Verkehrslösung für die Kaisergemeinde notwendig ist. Besonders die Ortseinfahrt auf der B178 war gefährlich. Auch das Überqueren der den Ort trennenden Loferer Straße werde sicherer, die bestehende Unterführung verlaufe direkt am Bach entlang und sei nicht immer begehbar, argumentierte man. Zudem würde es für die Häuser und Ortsteile entlang der Straße ruhiger (der Hauptort liegt weiter von der B178 entfernt).
Während also seitens der Kommunalpolitik optimistische Töne erklingen, geht es der Landtagsliste Fritz zu langsam. Sie hatte bereits eine Landtagsanfrage zum Umbau eingebracht. Nun folgt eine weitere: Sie verlangen von LHStv. Geisler (VP) und LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) Antworten auf 26 konkrete Fragen „zum geplanten Umbau sowie zu dringend notwendigen Akut-Maßnahmen gegen den zunehmenden Verkehr und Lärm sowie gegen die schlechte Luft“, wie die Liste mitteilt. Außerdem kritisiert sie, dass erst 2019 Gelder für den Umbau budgetiert seien. „Müssen die betroffenen Anrainer wirklich bis 2019 warten, obwohl seit Jahren bekannt ist, dass die B178 Loferer Straße seit vielen Jahren eine der höchstbelasteten Landesstraßen in Tirol ist?“, fragen Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecherin Isabella Gruber.
Kommentare