Europas Leitbörsen zur Eröffnung leichter

Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen sind am Gründonnerstag einheitlich im roten Bereich gestartet, nachdem endgültige Inflationszah...

Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen sind am Gründonnerstag einheitlich im roten Bereich gestartet, nachdem endgültige Inflationszahlen aus Deutschland für den März einen Rückgang um 0,6 Prozent zum Vormonat gezeigt hatten. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.15 Uhr mit minus 0,51 Prozent bei 3.450,74 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt verlor 0,31 Prozent auf 12.116,92 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,54 Prozent oder 39,71 Einheiten auf 7.309,28 Punkte.

Marktanalysten der Helaba schreiben, es dürfen am heutigen Handelstag die US-Erzeugerpreise für den Monat März im Fokus stehen. Diese werden am Nachmittag erwartet.

Ebenfalls dürfte auch das vorläufige Michigan Sentiment für den April, dessen Veröffentlichung wegen des morgigen Karfreitags auf heute verschoben wurde, im Zentrum der Aufmerksamkeit liegen. Der Konsumklimaindex aus Michigan misst das Verbrauchervertrauen. „Alles in allem sehen wir einen Rückgang als wahrscheinlich an, so dass Zinserwartungen in den USA von dieser Seite nicht geschürt werden dürfen“, erwartet Helaba-Analyst Ralf Umlauf.

Im Blickfeld dürften auch die Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump zum Wall Street Journal über einen „zu starken“ US-Dollar liegen. Die US-Währung präsentierte sich seitdem klar schwächer. Trump stellte sich zugleich auch als Befürworter einer lockeren Geldpolitik dar.

Im Branchenvergleich präsentierten sich in der Früh besonders Finanzwerte schwächer. Unter den größten Verlierern rangierten nämlich die Titel von Societe Generale (minus 1,85 Prozent), BNP Paribas (minus 1,22 Prozent) und Deutsche Bank (minus 1,28 Prozent).

Die Wertpapiere von Banco Popular verschlechterten sich um 2,84 Prozent. Investoren verdauen laut Medienberichten eine Kapitalaufstockung der Bank.

Daneben rückten sich Anteilsverkäufe des Finanzinvestors Infinite Miles von Lufthansa (derzeit minus 1,91 Prozent) und Air-France-KLM (minus 4,76 Prozent) in den Fokus.

In Zürich traten die Aktien des Rückversicherers Swiss Re einen Prozent ab. Der Konzern gab bekannt, dass die Schäden durch Zyklon „Debbie“ in Australien der Versicherungsbranche voraussichtlich 1,3 Milliarden US-Dollar kosten werde. Die Swiss Re rechnet für sich selbst mit einer Belastung von rund 350 Millionen Dollar vor Steuern. Der deutsche Versicherer AXA verschlechterte sich im Vergleich ebenfalls um fast einen Prozent.

In London dürften Rohstoffwerte unter dem zum US-Dollar stärkeren Pfund leiden. Royal Dutch Shell (B-Aktien) gaben am Vormittag 1,14 Prozent ab, BP verschlechterten sich um 0,95 Prozent. Rio Tinto verlor im Vergleich dazu moderatere 0,54 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA124 2017-04-13/10:42