Landespolitik

AK-Präsident Zangerl: Tirol lässt sich EU-Fördermillionen entgehen

Erwin Zangerl, Präsident der Arbeiterkammer Tirol.
© TT / Thomas Boehm

Das Land könnte jährlich zehn Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) holen. Es fehle aber an der Kofinanzierung.

Innsbruck - Tirols Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl (ÖVP) ortet auf Landesebene „Untätigkeit“ im Hinblick auf die Lukrierung von EU-Fördergeldern. Dabei könnte Tirol seiner Ansicht nach jährlich zehn Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) holen, so Zangerl. Dies scheitere aber an der fehlenden Kofinanzierung.

„Das Land müsste die Summe lediglich über Kofinanzierung verdoppeln, Initiativen setzen und Projekte ausschreiben“, bemängelte Zangerl: „Trotzdem herrscht auf Landesebene absoluter Stillstand“. Die Gelder könnten laut dem AK-Präsidenten etwa von Gemeinden für Kinder- oder Altenbetreuung verwendet werden.

„Das Land muss endlich die ELER-Mittel abholen für Investitionen im Sozialbereich“, verlangte Zangerl. Denn sonst würden diese EU-Gelder am Ende der Förderperiode zurück in den Topf fließen. Und so könnte der „falsche Eindruck“ entstehen, dass EU-Mittel im Sozialbereich nicht nötig seien. (APA)