Etappenerfolg für Vbg. Loacker Recycling bei Häusle-Übernahme

Bregenz (APA) - Das Vorarlberger Familienunternehmen Loacker, größter Eigentümer des Recyclingunternehmens Häusle GmbH in Lustenau, hat bei ...

Bregenz (APA) - Das Vorarlberger Familienunternehmen Loacker, größter Eigentümer des Recyclingunternehmens Häusle GmbH in Lustenau, hat bei der beabsichtigten Übernahme der Mehrheit der Wiederverwertungsfirma einen Teilerfolg erzielt. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) gab bereits grünes Licht, nun muss aber noch das deutsche Kartellamt prüfen, teilte Loacker in einer Aussendung mit.

Loacker Recycling hält derzeit 42,06 Prozent an der Häusle-Gruppe, jeweils 26,39 Prozent gehören der CETEC BeteiligungsGmbH und der WHB Hofer GmbH, die im Besitz der ehemaligen Häusle-Geschäftsführer Wieland Hofer (80 Prozent) und Martin Bösch (20 Prozent) steht. 5,15 Prozent der Anteile entfallen auf die Böhler und Sohn GmbH. Zur Häusle-Gruppe zählen neben der Häusle GmbH in Lustenau auch die Häusle Schweiz AG in Rheineck (Kanton St. Gallen) und die Fischer Recycling Lindau GmbH (Bayern). Das Unternehmen ist Komplettanbieter in Sachen Abfallentsorgung.

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist der positive Bescheid der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde nur ein erster Schritt zur möglichen Übernahme der Häusle-Gruppe“, sagte Loacker Recycling-Geschäftsführer Karl Loacker in einer Stellungnahme. Die Anmeldung zur Übernahme von Häusle beim deutschen Kartellamt werde in den nächsten Tagen erfolgen. „Erst nach der Prüfung durch das Kartellamt in Deutschland steht fest, ob Loacker die Häusle-Gruppe übernehmen darf“, so der Geschäftsführer. Loacker Recycling betreibt Standorte in Österreich, Deutschland, der Schweiz, der Slowakei, Ungarn und in Singapur. Im Konzernabschluss 2015 wurde ein Umsatz von 578 Mio. Euro ausgewiesen.

Die Häusle-Gruppe wurde 2007 von der Illwerke/VKW-Gruppe um rund 36 Mio. Euro an ein Konsortium rund um Loacker Recycling verkauft. 2008 genehmigte die BWB eine Aufstockung der Loacker-Anteile an Häusle von 24,92 auf die noch immer gehaltenen 42,06 Prozent.