Nach Anschlägen

Abbas dankt Papst für „mutige“ Reise nach Ägypten

Papst Franziskus und der palästinensiche Präsident Mahmoud Abbas bei einem Treffen im Juni 2014 im Vatikan.
© Reuters

Dass Papst Franziskus trotz der jüngsten Anschläge an seiner Ägypten-Reise festhält, sieht der Palästinenserpräsident als Ermutigung der „moderaten Stimmen in der Welt und vor allem in unserer Region“.

Ramallah – Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat die bevorstehende Reise von Papst Franziskus nach Ägypten als „mutigen Schritt“ bezeichnet, der die „moderaten Stimmen in der Welt und vor allem in unserer Region“ ermutige. Das berichtete Kathpress am Donnerstag. Die Reise ist für 28. und 29. April geplant.

Dass der Papst trotz der terroristischen Anschläge vom Palmsonntag seinen Besuch antrete, sei eine „Botschaft der Hoffnung für das ägyptische Volk und für alle arabischen und afrikanischen Völker“, schreibt Abbas demnach in einem Brief an den Papst, der am Mittwoch über die palästinensische Vertretung beim Heiligen Stuhl bekannt wurde. „Wir sind sehr froh, dass Sie auch nach den brutalen terroristischen Anschlägen auf zwei Kirchen in Tanta und in Alexandria, die Dutzende Gläubige getötet haben, an ihrem geplanten Besuch nach Ägypten festhalten“, heißt es in dem Schreiben von Abbas weiter. „Wir glauben fest an Ihre einfachen und mächtigen Worte, dass die Liebe stärker ist als das Böse.“

Am Palmsonntag hatten Attentäter zwei koptische Kirchen in Tanta nördlich von Kairo und in Alexandria angegriffen. Dabei wurden insgesamt 45 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt. Die Jihadistenmiliz „IS (Daesh) reklamierte die Taten für sich und drohte mit weiteren Anschlägen. (APA)