Bezirk Landeck

Musiker rufen zu mehr „Respekt ... !“ auf

© Reichle

Zum zwölften Mal finden heuer in Landeck die Festwochen Horizonte statt. Diesmal mit einem Schwerpunkt auf Bach.

Von Matthias Reichle

Landeck –Die Wahl des Mottos „Respekt ... !“ erklärt Karl-Heinz Schütz, Soloflötist bei den Wiener Philharmonikern, durchaus mit aktuellen weltpolitischen Bezügen. Er verordnet der Gesellschaft deshalb ein „gegenseitiges Zuhören“ – ein gutes Miteinander in der Musik sei auch nur möglich, wenn man die anderen Stimmen hören lasse, schlägt der musikalische Leiter der Landecker Festwochen Horizonte wieder den Bogen zu seinem Thema.

Die Veranstaltungsreihe ist in Landeck längst fixer Bestandteil des Kulturjahres. Vom 20. Mai bis 1. Juli findet sie heuer bereits zum zwölften Mal statt. Insgesamt elf Abende schlagen den Bogen von klassischer Musik über Weltmusik bis hin zum beliebten Kinderkonzert.

Eine Betonung legt Schütz heuer auf Johann Sebastian Bach – seine Werke begegnen den Zuhörern sowohl im Orgelkonzert mit Ludwig Lusser wie auch in der Kammermusik oder bei der Aufführung der berühmten Goldbergvariationen durch Mitglieder der Wiener Philharmoniker.

Nach einem Jahr Pause gibt es heuer wieder eine Festmesse, bei der Schuberts Messe in G-Dur von den Landecker Chören und dem quartett.Kultur unter der Leitung von Maria Kössler aufgeführt wird.

Das Eröffnungskonzert bestreitet das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti. Abgerundet wird das Programm durch die Gruppe Faltenradio, deren Abend den passenden Titel „Respekt!“ trägt, sowie einen besonderen Filmabend, bei dem „Der weiße Rausch“ von einer Jazz- performance untermalt wird.

Auch heimische Künstler werden zu hören sein. Beim Eröffnungsabend spielt Andreas Öttl aus St. Anton – „einer der ganz Großen an der Trompete“. Die gebürtigen Landecker Michael und Martin Öttl bestreiten ein Gittarenkonzert von Bach bis Jazz. Beim Abschlusskonzert ist Schütz gemeinsam mit Christoph Traxler mit einem Recital für Flöte und Klavier zu hören.

Echte Publikumsmagneten sind alle Jahre wieder die Veranstaltungen für das junge Publikum – heuer ein Kinderkonzert von der Musikambulanz Doktor Trallala und eine Ballettmatinee für die mittleren und höheren Schulen.

Die Festwochen seien nur durch die Großzügigkeit der Sponsoren möglich, betont Jakob Egg, Kulturreferent der Stadt. Man arbeite mit einem Gesamtbudget von 40.000 Euro. Im vergangenen Jahr konnte man mit den Kindern und Jugendlichen über 1800 Besucher begrüßen, betont Koordinatorin Birgit Hofer-Norz. Ein baldiges Aus der Festwochen kann sich Bürgermeister Wolfgang Jörg deshalb nicht vorstellen: „Es wäre ein Wahnsinn, wenn es so etwas nicht mehr gäbe.“

Der Kartenvorverkauf beginnt am 24. April in der Tyrolia und der Volksbank Land­eck.