Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich abgeschlagen
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag im Verlauf einheitlich schwächer präsentiert. Der 50 führen...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag im Verlauf einheitlich schwächer präsentiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 0,52 Prozent auf 3.450,41 Punkte.
Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.20 Uhr mit 12.113,58 Punkten und minus 0,34 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor 0,56 Prozent und steht nun bei 7.307,78 Stellen.
An Konjunkturdaten dürften am heutigen Handelstag die US-Erzeugerpreise für den März ins Zentrum rücken. Diese werden vom Markt im Laufe des Nachmittages erwartet.
Ebenfalls dürfte auch das auf heute vorverschobene vorläufige Michigan Sentiment für den April im Zentrum der Aufmerksamkeit liegen. Im Zusammenhang mit dem Stimmungsbarometer schreibt der Helaba-Analyst Ralf Umlauf: „Alles in allem sehen wir einen Rückgang als wahrscheinlich an, so dass Zinserwartungen in den USA von dieser Seite nicht geschürt werden dürfen“.
Daneben hatten die jüngsten Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump bereits für Bewegung gesorgt. Trump hatte in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ über einen „zu starken“ Dollar gesprochen und die Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Fed befürwortet. Die US-Währung wertete markant ab.
Zuletzt dürften neben geldpolitischen Aussagen und makroökonomischen Datenveröffentlichungen, ebenfalls die geopolitischen Spannungen in Nordkorea in den Fokus gerückt sein. So hatte US-Präsident Donald Trump erneut betont, das Problem Nordkorea notfalls im Alleingang lösen zu wollen.
Im Branchenvergleich präsentierten sich Finanzwerte schwächer. Unter den größten Verlierern rangierten die Titel von Societe Generale (minus 2,43 Prozent) und Intesa Sanpaolo (minus 1,45 Prozent) und BNP Paribas (minus 1,07 Prozent).
Die Wertpapiere der Banco Popular rutschten unterdessen mit minus 4,89 Prozent ab. Zuvor hatte das Finanzinstitut angekündigt, frisches Geld zu benötigen.
Ebenso fand in der Fluglinienbranche Bewegung statt: Ein Investor namens „Infinite Miles“ hat mit seinen Anteilsverkäufen an Lufthansa- und Air-France-KLM-Wertpapieren 250 Mio. Euro verdient. Die deutschen Lufthansa Titel fielen um 3 Prozent. Air-France-KLM verschlechterten sich in Paris um 3,35 Prozent.
In Zürich traten die Aktien des Rückversicherers Swiss Re 0,84 Prozent ab. Der Konzern gab bekannt, dass die Schäden durch Zyklon „Debbie“ in Australien der Versicherungsbranche voraussichtlich 1,3 Milliarden US-Dollar kosten werde. Die Swiss Re rechnet für sich selbst mit einer Belastung von rund 350 Millionen Dollar vor Steuern. Die Titel des deutschen Versicherers AXA verschlechterten sich im Vergleich ebenfalls um 1,1 Prozent.
In Stockholm sorgten die Wertpapiere von Svenska Cellulosa Aktiebolaget (SCA) für Aufmerksamkeit. Nachdem eine Gruppe von Private-Equity-Fonds Interesse an der Hygiene-Sparte des Konzerns bekundet hatte, stiegen die Aktien des Zellulose- und Papierprodukt-Herstellers um 7,76 Prozent.
In London dürften Rohstoffwerte unter dem zum US-Dollar stärkeren Pfund leiden. Royal Dutch Shell (B-Aktien) gaben 1,47 Prozent ab, BP verschlechterten sich um 1,14 Prozent. Rio Tinto verloren 1,22 Prozent.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA266 2017-04-13/13:35
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