KRAGES-Entlassungen - Schnedl: Spital Oberwart war Entlassungsgrund
Eisenstadt (APA) - Der geplante Neubau des Krankenhauses Oberwart soll der Grund für die Entlassung des Geschäftsführers der KRAGES (Burgenl...
Eisenstadt (APA) - Der geplante Neubau des Krankenhauses Oberwart soll der Grund für die Entlassung des Geschäftsführers der KRAGES (Burgenländischen Krankenanstalten-Gesellschaft m.b.H.), Rene Schnedl, gewesen sein. Dies sagte der frühere KRAGES-Chef gegenüber der Tageszeitung „Kurier“. Das Büro von Landesrat Norbert Darabos (SPÖ) dementierte dies am Mittwochnachmittag.
Er habe bei Baukosten und Eröffnungstermin „eine andere Meinung als die Politik“ gehabt, erklärte Schnedl in der Tageszeitung: „Als Projektverantwortlicher musste ich darauf bestehen, dass die tatsächlichen Daten genannt werden.“ Laut dem Bericht dürfte der geplante Neubau des Spitals 205 Millionen Euro, inklusive Zinsen sogar mehr als 240 Millionen Euro, kosten. Außerdem dürfte er später fertig werden. Bei der rot-blauen Regierungsklausur Anfang Februar seien noch Kosten von 165 Millionen Euro und eine Fertigstellung 2021 verlautbart worden. Schnedl zufolge seien alle Regierungsmitglieder „spätestens seit Juli 2016“ über die tatsächlichen Zahlen informiert gewesen.
Aus dem Darabos-Büro hieß es dazu, dass das Krankenhaus Oberwart nichts mit der Entlassung des KRAGES-Chefs zu tun habe. Dafür seien andere Verfehlungen der Grund gewesen, meinte ein Sprecher.
Der Landesrat habe stets kommuniziert, dass eine Eröffnung des Neubaus für Anfang der 2020er Jahre vorgesehen sei. Eine Verzögerung sei aber durch rechtliche Einsprüche, von denen es bereits zwei gegeben habe, möglich. Zu den Kosten hieß es, 158 Millionen Euro sei die Zahl, die vor drei Jahren mit den Preisen von 2014 errechnet worden sei. Die Teuerung seit 2014 sei selbstverständlich für die aktuelle Kalkulation zu berücksichtigen. „Darüber hat nie ein Zweifel bestanden“, so der Sprecher.
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