Basketball: Golden State vor NBA-Play-off-Start in Favoritenrolle

Oakland (Kalifornien)/Cleveland (Ohio)/Toronto (APA) - Die Golden State Warriors starten am Wochenende schon zum dritten Mal in Folge als To...

Oakland (Kalifornien)/Cleveland (Ohio)/Toronto (APA) - Die Golden State Warriors starten am Wochenende schon zum dritten Mal in Folge als Topfavorit in die Play-offs der National Basketball Association (NBA). Das erneut beste Team des Grunddurchgangs hat in der entscheidenden Phase wieder Superstar Kevin Durant zur Verfügung. Als schärfste Rivalen gelten auch heuer die San Antonio Spurs und Titelverteidiger Cleveland Cavaliers.

Mit Toronto-Raptors-Center Jakob Pöltl ist erstmals ein Österreicher im Play-off der besten Basketball-Liga der Welt dabei, in dem von Beginn weg im „best of seven“-Modus gespielt wird. Der einzige kanadische NBA-Club erreichte im Vorjahr das Eastern-Conference-Finale, das die von LeBron James angeführten Cavaliers mit 4:2 gewannen. Heuer ist dieses Duell bereits in Runde zwei möglich, sofern die Raptors die Auftakthürde Milwaukee Bucks mit „The Greek Freak“ Giannis Antetokounmpo überwinden. Denn schon sechsmal bei bisher acht Play-off-Teilnahmen war für die „Dinos“ in der ersten Runde Endstation.

Die Golden State Warriors, die im Vorjahr nach einer Rekordsaison mit 73 Siegen im Grunddurchgang die erfolgreiche Titelverteidigung hauchdünn verpasst hatten, wollen nun mit einem Jahr Verspätung den fünften NBA-Triumph der Club-Geschichte nach 1947, 1956 (beide noch als Philadelphia Warriors), 1975 und 2015 feiern. Selbst ohne den 2,06 m großen Top-Forward Durant, der wegen einer Knieverletzung 19 Partien pausieren musste, eilte das Team aus Oakland angeführt von den „Splash Brothers“ Stephen Curry und Klay Thompson von Sieg zu Sieg. Vor allem der 110:98-Comeback-Erfolg in San Antonio nach 22-Punkte-Rückstand schockte die Konkurrenz.

Während die Warriors zum Auftakt mit den Portland Trail Blazers eher leichtes Spiel haben sollten, wartet auf Triple-Double-Rekordmann Russell Westbrook das Topduell mit seinem ehemaligen Oklahoma City Thunder-Teamkollegen James Harden, der seit 2012/13 für die Houston Rockets spielt. Harden, der aufgrund seines auffälligen Vollbarts den Spitznamen „The Beard“ trägt, stieg in der viertgrößten US-Metropole binnen kürzester Zeit zum Star auf und will die „Raketen“ zum ersten Titel seit 1995 führen.

Auf Houston wartet aber von der Papierform her das härteste Programm. Sollte die Starthürde „OKC“ genommen werden, kommt es wohl zum Texas-Derby mit den San Antonio Spurs, die mit „The Klaw“ Kawhi Leonard ebenfalls einen Topanwärter auf die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Liga („MVP“) in ihren Reihen haben. Und der Sieger dieses Duells bekäme es dann im West-Endspiel voraussichtlich mit den Warriors zu tun.

Während der im vergangenen Sommer von Oklahoma nach Oakland gewechselte Durant ebenso wie seine Ex-Kollegen Westbrook und Harden vom ersten Meisterschaftsring träumt, peilt Cavaliers-Megastar James seine bereits siebente Finalteilnahme in Serie an. Der 13-fache All-Star wurde bisher Champion mit Miami Heat (2012 und 2013) sowie im Vorjahr mit seinem Stammclub aus Ohio, den „King James“ zum NBA-Premierentitel führte. Es war der erste große Sporttriumph für Cleveland seit jenem der Browns im Jahr 1964 in der National Football League (NFL). Nach dem Ende dieser 52-jährigen Durststrecke wollen die „Cavs“ heuer gleich die nächste Meisterparty steigen lassen.