„The Promise“ bringt Tragödie über Armenier-Genozid ins Kino

Hollywood (APA/Reuters) - Prominente mit armenischen Wurzeln wie Cher und die Kardashians haben am Mittwochabend (Ortszeit) die Weltpremiere...

Hollywood (APA/Reuters) - Prominente mit armenischen Wurzeln wie Cher und die Kardashians haben am Mittwochabend (Ortszeit) die Weltpremiere des Kinofilms „The Promise“ in Los Angeles mit ihrer Anwesenheit beehrt. Das Filmdrama, das am 21. April in den USA in de Kinos kommt, widmet sich dem Massaker an christlichen Armeniern während des Ersten Weltkriegs in der heutigen Türkei.

Oscar Isaac spielt darin einen armenischen Medizinstudenten, Christian Bale einen amerikanischen Auslandskorrespondenten. Beide verlieben sich in dieselbe Frau. Die Dreiecksbeziehung entfaltet sich, während das Osmanische Reich in den Ersten Weltkrieg eintritt.

„So viele Menschen, die sich mit einem Kostümfilm konfrontiert sehen, fragen sich, warum das noch immer relevant ist“, sagte Bale gegenüber Reuters am Mittwoch bei der Premiere in Los Angeles. „Man muss sich nur die Nachrichten ansehen um zu erkennen, welch traurige Relevanz diese Geschichte hat.“

Terry George, der 2004 auch Regie bei dem Oscar-nominierten Drama „Hotel Ruanda“ führte, erzählte von den Dreharbeiten, die während der Nachrichten über die Flucht der Jesiden vor islamistischen Extremisten im Irak sowie dem Massen-Exodus aus Syrien stattfanden. „Als wir drehten, sahen wir dieselben Ereignisse am selben Ort - angegriffene Menschen in den Bergen und im Mittelmeer ertrinkend“, so George.

Die Sängerin Cher, deren Vater US-Armenier war, kam ebenso wie die Reality-TV-Stars Kim und Kourtney Kardashian zur Premiere.