Erste Liga

Wacker und Wattens einig: Drei Punkte müssen her

Neun Tore, zehn Assists: WSG-Goalgetter Milan Jurdik (M.) könnte heute gegen Linz seine Statistik weiter aufpolieren.
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Sowohl der FC Wacker Innsbruck beim FAC als auch die WSG Wattens zuhause gegen BW Linz haben am Karfreitag Siege im Visier (18.30 Uhr/TT.com-Live-Ticker).

Wacker muss heute ein Zeichen setzen

Von Roman Stelzl

Die Luft zum Atmen ist dünn in der Ersten Liga. Neun Punkte trennen den FC Wacker Innsbruck vom Tabellen-Schlusslicht Floridsdorfer AC – selbst der Viertplatzierte kann sich also keinen Fehler erlauben. Damit bekommt auch das Auswärtsspiel bei den Wienern (18.30 Uhr) das Prädikat „Sechs-Punkte-Spiel“ aufgedrückt. So wie die letzten Duelle gegen BW Linz (1:3), Horn (2:1) und Wiener Neustadt (2:2). Allesamt direkte Konkurrenten im zweiten Stockwerk des heimischen Fußballs, wo von Platz vier bis zehn alles eng beisammenliegt.

Ein Sieg ist Pflicht, soll es nicht noch enger werden. Zuletzt ließ die Punkteausbeute beim FC Wacker mit vier Zählern aus drei Partien zu wünschen übrig. Das gilt vor allem für vergangene Woche. Nach einer 2:0-Führung gegen Wiener Neustadt blieben am Ende ein Punkt, viel Unmut und jede Menge hängende Köpfe.

Ein Dämpfer, dem Wacker-Trainer Karl Daxbacher aber dennoch unbedingt Positives abgewinnen will. „Das war in erster Linie die erste Hälfte“, fasst der Coach zusammen.

Das Ziel ist nun, dass die Führung gegen Floridsdorf doppelt so lange hält. Die Statistik spricht für die Innsbrucker: Von fünf Duellen beim FAC konnte man zwei gewinnen – in drei Spielen heuer gab es zwei Heim-Erfolge. Einzig das Auswärtsspiel ging mit 1:3 verloren. Alle Partien begannen im Übrigen mit einem 0:1-Rückstand für Wacker.

Daxbacher ortet beim Gegner neuen Mut. „Durch den Sieg in Kapfenberg haben sie wieder Hoffnung geschöpft. Sie sind nur mehr drei Punkte hinter dem Nichtabstiegsplatz. Es wird eine schwierige und hart umkämpfte Partie“, erklärt der Niederösterreicher nach dem 1:0-Sieg des FAC bei den Kapfenbergern.

Die Charakteristik im Spiel des FAC liege im schnellen Angriff. Daxbacher: „Sie haben keinen langen Spielaufbau, spielen schnell und hoch nach vorne. Wir müssen versuchen, über Standards gefährlich zu sein und vielleicht so das entscheidende Tor zu machen.“

Der 21-jährige Lukas Wedl wird zum fünften Mal in Folge zwischen den Pfosten stehen („Ich versuche, dem Team so gut wie möglich zu helfen“) – mit Simon Pirkl (Sprunggelenksverletzung) wird eine wichtige Stütze vermisst. Ante Roguljic fehlt nach der Roten Karte im letzten Spiel.

Simon Pirkl (l.) wird dem FC Wacker Innsbruck heute aufgrund der anhaltenden Knöchelprobleme in Floridsdorf fehlen.
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Wattens baut auf die Heimstärke

Von Daniel Suckert

Angst und bange dürfte den Wattenern nicht werden. Auch wenn die Linzer Gäste mit breiter Brust am grünen Rasen von Wattens auflaufen. Verständlicherweise: Die Truppe von Ex-Wacker-Coach Klaus Schmidt holte im Frühjahr 16 Punkte – nur Tabellenführer LASK (19) schaffte mehr. Aber auch die Mannschaft von WSG-Trainer Thomas Silberberger blieb 2017 in den Heimspielen unbesiegt.

Was die Aufstellung betrifft, wollte „Silbi“ gestern noch nicht viel preisgeben. Besser gesagt, er konnte noch nicht viel sagen. Denn Silberberger musste die gesamte Woche über in Genf für die UEFA-Pro-Lizenz „pauken“. Vor dem Rückflug meinte er: „Ich muss mich noch mit meinem Trainerteam (Svejnoha, Köck, Anm.) kurzschließen. Die haben die Mannschaft die gesamte Woche über gesehen und werden dementsprechend Einfluss nehmen.“

Darum bleibt es (noch) ein Geheimnis, ob Silberberger im Sturm Jurdik oder Katnik den Vorzug geben wird. Vielleicht werde der seit vier Jahren in Wattens das Trainer­zepter schwingende Silberberger ja sogar beide Stürmer gegen Linz aufbieten.

Für Milan Jurdik spricht sicherlich der momentane Lauf. Der Goalgetter der Grün-weißen traf im Ländle in der Vorwoche gleich doppelt, er hält aktuell bei neun Treffern und zehn Assists. Randnotiz: Den vorletzten Doppelpack schnürte der 25-Jährige ausgerechnet gegen BW Linz am ersten Spieltag.

Um die Stärken der Linzer Gäste weiß das Trainerteam der WSG genauestens Bescheid: „Sie sind gut drauf, haben unter Klaus Schmidt einen Lauf und zusätzlich starke Flügelspieler. Wir wissen um ihr Können. Es wird ein intensives Match“, analysierte Silberberger und fügte hinzu: „Aber auch wir sind in sehr guter Verfassung.“

Zusätzlich könnte der Blick in die Statistikbücher Selbstvertrauen verbreiten: Gegen die Oberösterreicher kassierte die WSG noch gar kein Gegentor und im Gernot-Langes-Stadion musste man überhaupt erst einen Gegentreffer 2017 notieren.

Ex-Wacker-Coach Schmidt schätzt der 44-jährige Silberberger und ordnet ihn der Kategorie „harter Arbeiter“ zu. Erfolge gönnt er dem Linz-Coach, „aber halt erst ab übermorgen wieder“.