Landespolitik

66 Mio. Euro zum Schutz vor Naturgefahren

© Land Tirol/Entstrasser-Müller

In Tirol betreut die Wildbach- und Lawinenverbauung pro Jahr bis zu 150 Projekte. Heuer sind Investitionen in der Höhe von 39 Mio. Euro vorgesehen.

Innsbruck –Allein in Tirol sind in den flächendeckenden Gefahrenzonenplänen der Wildbach- und Lawinenverbauung 2228 Wildbacheinzugsgebiete und 2588 Lawineneinzugsgebiete ausgewiesen. In Summe gibt es in Tirol rund 40.000 Schutzbauwerke. „Die Arbeit geht uns nicht aus in Tirol.“ Zu diesem Schluss kamen der für das Naturgefahrenmanagement zuständige LHStv. Josef Geisler und der neue Leiter der Abteilung Wildbach- und Lawinenverbauung im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Florian Rudolf-Miklau.

„Hundertprozentigen Schutz vor Naturgefahren kann es in einem Land wie Tirol nie geben. Das sollte uns trotz aller Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen immer bewusst sein und darauf müssen wir auch immer wieder hinweisen“, erklärten Geisler und Rudolf-Miklau via Aussendung. Immerhin: Heuer werden in Tirol 66 Millionen Euro in den Schutz vor Naturgefahren investiert. Mit 39 Millionen Euro machen Schutzmaßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung den Großteil aus. Die derzeit größten Projekte sind der Brixenbach in Brixen i. T., der Schallerbach im Paznaun und der Saigesbach in Sellrain sowie die Verbauung der Hintertux-Lawine und der Timmelbach-Lawinen in Prägraten.

Hinsichtlich der von Minister Andrä Rupprechter ausgegebenen Devise „Dezentralisierung von Bundesstellen“ ist die Wildbach- und Lawinenverbauung übrigens Vorbild. Rudolf-Miklau: „80 Prozent unserer Dienststellen und 99 Prozent unserer Mitarbeiter befinden sich im ländlichen Raum.“ In Tirol sind 63 Techniker und Verwaltungsbedienstete sowie 209 Mitarbeiter auf den Baufeldern tätig. (TT)