Russland stimmte sich mit Syrien nach US-Angriff ab

Moskau (APA/dpa) - Nach dem US-Angriff auf eine syrische Militärbasis hat der russische Außenminister Sergej Lawrow die Haltung Moskaus mit ...

Moskau (APA/dpa) - Nach dem US-Angriff auf eine syrische Militärbasis hat der russische Außenminister Sergej Lawrow die Haltung Moskaus mit dem Verbündeten Syrien abgestimmt. Lawrow und sein Kollege Walid al-Muallem hätten über Möglichkeiten beraten, die negativen Folgen nach dem US-Angriff einzugrenzen, teilte das Außenministerium in Moskau am Freitag mit.

Anschließend kam es zu einem Dreiertreffen mit dem iranischen Außenamtschef Mohammad Javad Zarif. Russland und der Iran sind die engsten Verbündeten der syrischen Führung und unterstützen Damaskus militärisch. Zarif forderte in Moskau eine internationale Untersuchung des US-Angriffs von vergangener Woche.

Die USA hatten mit dem Beschuss des syrischen Stützpunktes auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff in Khan Sheikhoun mit rund 80 Toten reagiert. Washington macht die syrische Armee dafür verantwortlich. Damaskus und Moskau weisen dies zurück.

Auf Ermittlungen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu dem Giftgaseinsatz reagierte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow zurückhaltend. „Die Art, wie sie arbeiten, stimmt uns skeptisch“, sagte er der Agentur Tass. „Es gibt immer weniger Vertrauen in ihre Tätigkeit.“