Drohung im Supermarkt endete mit Strafe für Falschaussage
Im November war es in einem Innsbrucker Supermarkt zum Streit gekommen. Hatte ein Türke vom türkischstämmigen Personal doch lautstark verlan...
Im November war es in einem Innsbrucker Supermarkt zum Streit gekommen. Hatte ein Türke vom türkischstämmigen Personal doch lautstark verlangt, dass man mit seiner Ehefrau gefälligst Türkisch sprechen sollte. Kassiererin, die Dame von der Obstabteilung und Filialleiter hatten dem Tobenden darauf erklärt, dass die Firmenrichtlinien klar seien und im Geschäft eben nur Deutsch gesprochen werden dürfe. Der Gatte äußerte darauf zum Filialleiter, dass er ihm „Mund und Nase kaputt mache". Nach der Drohung fand sich das Paar bald mit der Justiz konfrontiert. Der Mann war dabei nach einer Abkühlphase einen Tatausgleich zu 100 Euro eingegangen. So billig wurde es gestern am Landesgericht für dessen Gattin nicht. Hatte sie doch, wie schon vor der Polizei, erklärt, dass ihr Mann (dieser hatte schon alles zugestanden) die Drohung gar nie getätigt hätte. Zudem sorgte sie sogar bei der langgedienten Strafrichterin Helga Moser für Erstaunen, indem sie ihr versicherte, dass sie ja ohnehin kaum Deutsch spreche. Moser: „Sie sind doch schon 19 Jahre hier und haben drei schulpflichtige Kinder!" Die Dame blieb jedoch bei ihrer Version. Moser fasste darauf klare Worte und verhängte wegen falscher Beweisaussage 1200 Euro Geldstrafe — unbedingt.
Haftstrafe für Pärchen
Wegen räuberischen Diebstahls und zusammenhängenden Delikten wurde indes ein junges Innsbrucker Pärchen verurteilt. Beide waren um Neujahr herum in der Innenstadt auf räuberische Ideen gekommen. So boten sie frühmorgens einem Lokalgast der Viaduktbögen erst eine Pizza an, stahlen ihm dabei jedoch die Geldtasche und schlugen ihm zuletzt ins Gesicht. In den RathausGalerien umarmte der 24-Jährige erst einen Passanten und tänzelte neben ihm so lange in Fußballerart, bis die 23-Jährige dem Ahnungslosen die Halskette heruntergerissen hatte. Richterin Heidemarie Paul verhängte Strafen als Denkzettel und das Damoklesschwert zugleich: 21 Monate Haft (sieben unbedingt) für den Mann und 15 Monate Haft (fünf unbedingt) für die junge Komplizin. (fell)