Flugrettung als Heeresaufgabe - Steiermark gesprächsbereit

Wien (APA) - Offen für den Vorstoß seines Parteikollegen Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, Heeres-Helikopter für die Flugrettung ei...

Wien (APA) - Offen für den Vorstoß seines Parteikollegen Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, Heeres-Helikopter für die Flugrettung einzusetzen, zeigt sich der für den Katastrophenschutz zuständige steirische LHStv. Michael Schickhofer (SPÖ). Es sei „auch wirtschaftlich sinnvoll, die Kapazitäten des Bundesheeres zu nutzen“, meinte Schickhofer am Freitag.

„Das ist auch im Sinne der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung und wäre eine Steigerung der Sicherheit“, ist Schickhofer gesprächsbereit über den Einsatz von Bundesheer-Helis. Allerdings gebe es laufende Verträge, die Sache müsste im Gespräch mit den Flugrettungspartnern geklärt werden, die bisher sehr gute Arbeit geleistet hätten. Abgestimmt werden müsste dies österreichweit, da Helikopter ja auch bundesländerübergreifende Einsätze flögen.

In der Steiermark sind zwei ÖTC-Rettungshubschrauber stationiert, der Christophorus 12 am Flugplatz Graz-Thalerhof und der Christophorus 14 in Niederöblarn im Ennstal. Gelegentlich fliegen noch der C15 aus Ybbsitz (NÖ), der C3 aus Wiener Neustadt und der C16 aus dem burgenländischen Oberwart Einsätze in der Steiermark. Eine Bundesheer-Alouette III aus Aigen im Ennstal war eine Zeit lang als Reserve-Rettungshubschrauber bereitgehalten worden. Alouette-Maschinen waren auch für die EUFOR-Bosnien-Mission als Rettungshelikopter im Einsatz.

Die neue oberösterreichische Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) will sich zum Thema Flugrettung erst äußern, „wenn ein konkreter Vorschlag des Ministers auf dem Tisch liegt“, hieß es am Freitag aus ihrem Büro.