Fußball: Sturm im Plansoll profitiert auch von Altachs Talfahrt
Graz (APA) - Sieben Runden vor dem Bundesliga-Ende läuft es für Sturm Graz durchaus gut. Auch wenn das Last-Minute-1:0 gegen Schlusslicht Ri...
Graz (APA) - Sieben Runden vor dem Bundesliga-Ende läuft es für Sturm Graz durchaus gut. Auch wenn das Last-Minute-1:0 gegen Schlusslicht Ried am Samstag eine glückliche Angelegenheit war, so ist die Truppe von Franco Foda im Rennen um einen Europacupplatz derzeit im Plansoll. Dabei profitiert der aktuelle Zweite freilich auch vom schwächelnden Außenseiter Altach, der auf seiner Formkurve weiter zu Tal fährt.
0:3 mussten sich die Vorarlberger am Samstag beim wiedererwachten Krisenclub Rapid geschlagen geben, es war die vierte Niederlage in den jüngsten sechs Partien. Auf einen Sieg wartet die Elf von Martin Scherb seit nunmehr vier Matches. „Wir scheitern teilweise an unseren Erwartungen“, meinte Scherb, der „falsche Entscheidungen“ und „zu kompliziertes“ Spiel monierte. „Und wenn man etwas down im Selbstvertrauen ist, dann kommt so etwas raus.“
Im Zweikampf gegen Sturm und die Wiener Austria, die vor ihrem Sonntagsspiel bei Mattersburg drei Punkte hinter Altach lag, muss die Lösung in der Formsuche schnell gefunden werden. Sonst droht man das Ziel Europa im „Ländle“ im Finish einer an sich gelungenen Saison noch zu verpassen.
Andreas Lienhart machte auf „Sky“ nicht zuletzt die Köpfe der Spieler verantwortlich. „Ich glaube, wir haben auf die Grundtugenden vergessen, Einstellung, taktische Disziplin. So kann man kein Fußballspiel gewinnen“, erklärte der Defensivmann. Eine Woche habt Altach nun Zeit, daran zu arbeiten. Dann gastiert die im Frühjahr so starke Admira im „Ländle“.
Ein deutliches Aufatmen war hingegen aus Graz zu vernehmen. „Diese drei Punkte sind wahnsinnig wichtig“, sagte Sportdirektor Günter Kreissl, den die Darbietung auf dem Rasen allerdings keineswegs beruhigte. „Es war ein glücklicher Sieg. Mit der Leistung und wie wir uns heute präsentiert haben kann man aber nicht zufrieden sein“, betonte er. Christian Gratzei schaute hingegen vor allem auf die volle Punkteausbeute: „Wir haben uns den Sieg erarbeitet und schlussendlich verdient gewonnen“, erklärte der Tormann.
„Ich bin mit dem Sieg zufrieden, aber wir können besser spielen“, analysierte Foda diplomatisch. Auch er kam aber nicht umhin, zu konstatieren, dass man „nach 20 Minuten total den Faden verloren“ hatte. Ried, nach dem Sieg gegen Rapid höchst motiviert, machte es den Grazern aber auch nicht einfach. „Ried war extrem bissig gegen den Ball“, lobte Foda. „Ried ist eine gute Mannschaft und sollte nicht absteigen.“
Vier Punkte Rückstand auf die erst am Sonntag spielenden Mattersburger und fünf auf St. Pölten machen den Klassenerhalt für die Rieder allerdings zur Herkulesaufgabe. Noch übt man sich in Optimismus. „Für uns ist noch alles möglich, ich mache mir keine Sorgen“, gab Offensivmann Patrick Möschl zu Protokoll.
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