Bundesliga

Rapid atmete nach erstem Sieg im Frühjahr tief durch

Der Vater des Rapid-Sieges: Steffen Hofmann erzielte beim 3:0 gegen Altach zwei Treffer.
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Mit dem 3:0 gegen Angstgegner Altach baute der Rekordmeister den Vorsprung auf den Abstiegsplatz auf acht Zähler aus. Von Euphorie ist man in Hütteldorf noch weit entfernt.

Wien - Bei Rapid war am Samstag nach dem 3:0-Heimerfolg über den SCR Altach Durchatmen angesagt. Die Hütteldorfer verbesserten sich dank des ersten Bundesliga-Sieges in diesem Jahr auf Rang sechs und liegen sieben Runden vor Schluss bei einer klar besseren Tordifferenz acht Punkte vor Schlusslicht Ried.

Mit dem erfolgreichen Debüt des neuen hauptverantwortlichen Trainers Goran Djuricin verschaffte man sich gehörig Luft im Abstiegskampf. „Aber dieses Wort habe ich sowieso nie in den Mund genommen, es interessiert mich nicht“, betonte der Nachfolger von Damir Canadi. Viel wichtiger sei es, nach vorne zu blicken und die Mannschaft weiter zu verbessern. „Wir sind den Fans und dem Verein noch einiges schuldig“, sagte Djuricin.

Der Wiener legte gleich in seinem ersten Spiel die von Canadi eingeführte Dreierkette ad acta und setzte auf das altbekannte 4-2-3-1, was sich bezahlt machen sollte. „Ich habe mir gedacht, wir gehen ‚back to the roots‘ und spielen das, was unter Zoki (Anm.: Ex-Rapid-Trainer Zoran Barisic) teilweise sensationell funktioniert hat.“

Zwei Millionen Mal telefoniert

Die Rückkehr zur Viererkette sei für ihn relativ schnell nach seiner Beförderung vom Assistenz- zum Chefcoach klar gewesen, erzählte Djuricin, der sich von Montag bis Mittwoch im Zuge des UEFA-Pro-Lizenz-Kurses in Nyon aufgehalten hatte. In dieser Zeit telefonierte er nach eigenen Angaben „zwei Millionen Mal“ mit Co-Trainer Martin Bernhard. „Dann habe ich entschieden, dass wir wieder eine Viererkette spielen, weil wir das können.“

Bei aller Freude über den gelungenen Schachzug wusste Djuricin aber auch, dass es noch viel Luft nach oben gibt. „Wir hatten teilweise gute Kombinationen, es geht aber noch mehr. Wir sollten noch etwas ruhiger auf der Kugel sein und viel mehr in die Tiefe sprinten“. Die Partie sei ein „durchschnittlich gutes Spiel“ gewesen und der Sieg zu hoch ausgefallen. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu euphorisch werden“, forderte der 42-Jährige angesichts der brisanten nächsten Aufgaben.

Am kommenden Sonntag steigt vor eigenem Publikum das Wiener Derby gegen die Austria, drei Tage später geht es wieder im Allianz Stadion gegen den LASK um den Einzug ins Cup-Finale. Sollten diese beiden Partien gewonnen werden, dürfte sich Djuricin berechtigte Hoffnungen machen, von der Interims- zur Dauerlösung auf der Trainerbank aufzusteigen. „Ich würde lügen, wenn ich nicht gern bleiben würde, aber das ist ganz weit im Hinterkopf, weil wir so viel zu tun haben“, meinte Djuricin. (APA)