Innsbruck

Am Patscherkofel kommt der Spatenstich vor der Volksbefragung

Am Mittwoch ist der Spatenstich für den umstrittenen Neubau der Patscherkofelbahn am Innsbrucker Hausberg erfolgt.

Innsbruck – Keine Transparente, keine Demo, kein Polizeischutz: Der Spatenstich am Mittwoch für den Bau der neuen Einseilumlaufbahn auf den Patscherkofel ging im Vergleich zu jenem für die Hungerburgbahn friedlich und ohne Störungen über die Bühne. Daran erinnerte auch Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer in ihrer Ansprache angesichts des anhaltenden Widerstandes gegen das in Summe 58 Millionen Euro teure Gesamtprojekt zur Attraktivierung des Innsbrucker Hausbergs. Dass mit den Kritikern kein Konsens „zu 100 Prozent“ möglich sein wird, das deutete Patscherkofelbahnen-Geschäftsführer Martin Baltes an. Und doch dankte er am Mittwoch auch den Gegnern des Projektes für das ständige Hinterfragen des Neubauprojekts.

Während dann zu Mittag der Spaten geschwungen und mit einem Glas Sekt darauf angestoßen wurde und – neben laufendem Baggerbetrieb und Lkw-Verkehr – der „Patscherkofelklang“ im Festzelt groß aufspielte, lud die Stadt nur knapp drei Stunden später per Aussendung zu einer Sondersitzung des Gemeinderates am 3. Mai ein. Dort muss die Ausschreibung einer Abstimmung über die von der Bürgerinitiative geforderte Verlegung der neuen Bergstation beschlossen werden. Die Auflagefrist der Initiative endet am Donnerstag. Bis Mittwoch wurden 2221 Unterstützungserklärungen im Magistrat abgegeben. Als potenzielle Termine für die Volksbefragung werden der 11. oder der 18. Juni genannt. Die Bahn soll eine Woche vor Weihnachten 2017 in Betrieb gehen.

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