Kolumbien und ELN-Rebellen setzen Friedensgespräche fort
Im vergangenen November hatte die kolumbianische Regierung bereits ein historisches Friedensabkommen mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) geschlossen.
Bogota – Die kolumbianische Regierung und die Rebellengruppe ELN setzen ihre Friedensgespräche Mitte des Monats fort. Die nächste Verhandlungsrunde sei für den 16. Mai in Ecuador geplant, erklärte am Samstag der Chefunterhändler der Regierung, Juan Camilo Restrepo. Ein ursprünglich für Anfang Mai anvisiertes Treffen war zuvor mehrfach verschoben worden.
Die Regierung und das Nationale Befreiungsheer (ELN) hatten die Gespräche am 8. Februar aufgenommen, um den mehr als 50 Jahre andauernden Gewaltkonflikt zu beenden. Das Nachbarland Kolumbiens ist eines der sechs Garanten des Friedensprozesses.
Im vergangenen November hatte die kolumbianische Regierung bereits ein historisches Friedensabkommen mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) geschlossen. Für diese Aussöhnungspolitik wurde Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos der Friedensnobelpreis verliehen.
Die kleinere ELN-Guerilla, der schätzungsweise 1.500 Kämpfer angehören, hatte ebenso wie die FARC 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. Im Konflikt zwischen der Armee, ultrarechten Paramilitärs sowie den linken Rebellen wurden mehr als 260.000 Menschen getötet. Mehr als 60.000 Menschen gelten als vermisst, weitere 6,9 Millionen ergriffen die Flucht. (APA/AFP)
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