Leben des Innsbrucker Ex-Chirurgiechefs Breitner neu beleuchtet

In Innsbruck ließen die Nazis „Erbkranke“ sterilisieren. Mit der Rolle des damaligen Chirurgiechefs Burghard Breitner beschäftigt sich nun das Institut für Zeitgeschichte.

Die Bronzebüste Breitners vor dem großen Hörsaal der Chirurgie im Foyer ?erinnert an diesen so vielfach Begabten?, heißt es auf der Chirurgie-Homepage. Sein Rektorenbildnis steht im Archiv der Leopold-Franzens-Universität.
© Julia Hammerle

Von Brigitte Warenski

Innsbruck –Nicht nur auf der aktuellen Homepage der Chirurgie an der Klinik Innsbruck wird von Burghard Breitner in höchsten Tönen geschwärmt. Obwohl Historiker seit Langem darauf hinweisen, dass Breitner – wie Personalakten belegen – NSDAP-Mitglied der ersten Stunde war, ist über seine deutschnationale Gesinnung auf der Chirurgie-Homepage nichts zu lesen. In weiten Kreisen wird Breitner sogar verehrt, nämlich als „Engel von Sibirien“, weil er im 1. Weltkrieg freiwillig Verwundete an der Front versorgt hat.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte