Bezirk Kitzbühel

Nach Großbrand in Jochberg: Ein ganzes Dorf hilft mit

© Angerer Harald

Nach dem Großbrand in Jochberg am Samstagabend rollt die Hilfsbereitschaft an. Es wurde auch schon ein Spendenkonto für die betroffene Familie eingerichtet.

Von Harald Angerer

Jochberg –Und plötzlich standen sie vor dem Nichts – nach dem Großbrand in Jochberg am Samstagabend, die TT berichtete, steht eine Familie vor einem schwarzen Loch. Ihr Bauernhof ist bei dem Brand komplett zerstört worden. „Der Schaden ist enorm. Derzeit ist die Familie beim Bruder untergekommen“, schildert Bürgermeister Günter Resch. Die Familie sei zwar unverletzt, aber von dem Schicksalsschlag gezeichnet. „Mir ist es am Sonntag eigentlich ganz gut gegangen, aber jetzt wird mir das Ganze eigentlich erst richtig bewusst. Momentan bin ich eher beim Handtuchwerfen“, schildert der Familienvater Andreas Hechenberger. Seine Familie hat bei dem Brand nahezu alles verloren. Ein Traktor hat den Brand überstanden und ein Hänger, alles andere ist verbrannt.

Nun gelte es so schnell als möglich die Weichen für die Zukunft der Familie zu stellen, betont der Bürgermeister. Hier gab es gestern schon die erste Besprechung. „Ein Zu-Haus des Hofes konnte gerettet werden. Darin befindet sich eine Wohnung. Das Gebäude könnte recht schnell wieder in Schuss gebracht werden, damit die Familie dort vorübergehend wohnen kann“, schildert der Bürgermeister.

Die Hilfsbereitschaft im Ort ist enorm. „Die Jochberger helfen uns sehr und auch mein Bruder“, sagt Hechenberger. Der erste Weg des Bürgermeisters führte am Montagmorgen zur Bank in Jochberg. „Wir haben sofort ein Spendenkonto eröffnet“, sagt Resch („Hechenberger Rueppenbauer“ Jochberg, IBAN AT46 3626 3000 0406 3483). Auch gibt es einen Soforthilfefonds der Gemeinde.

Die Kühe waren am Wochenende bereits auf der Alm, deshalb sind diese nicht zu Schaden gekommen. Das Jungvieh hat Hechenberger am Sonntag ebenfalls noch auf die Alm gebracht. Die Jungtiere konnte er am Samstag in der Nacht gerade noch vor den Flammen retten. „Wenn die Tiere aber im Herbst wieder von der Alm zurückkommen, braucht er einen Platz. Deshalb drängt die Zeit für einen Wiederaufbau des Hofes“, sagt Resch.

Der Bürgermeister hofft, dass die große Hilfsbereitschaft der Jochberger auch über die ersten Tage hinaus anhält. „Das wäre für die Familie sehr wichtig, aber ich bin da sehr zuversichtlich“, sagt Resch. Beeindruckt zeigt er sich auch von den Einsatzkräften. „Die Nachbarschaftshilfe und die Zusammenarbeit waren großartig. Hier möchten wir uns bei allen Beteiligten bedanken“, sagt der Bürgermeister.

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