Bezirk Imst

Das Ubuntu-Forum zieht es an den Imster Stadtplatz

© Dorn

Die Kulturinitiative des SOS-Kinderdorfs eröffnete die letzte Ausstellung in ihren alten Räumlichkeiten. Der neue Standort bietet mehr Platz.

Von Agnes Dorn

Imst –Die Galerie des Ubuntu-Forums in der Imster Pfarrgasse ist Geschichte, doch zum Glück für das Kulturleben der Stadt keine ohne Fortsetzung: Bereits im Juni übersiedelt die Initiative in die neuen Räumlichkeiten am Stadtplatz 12, wo im September mit einer Ausstellung zum 70-jährigen Bestehen des SOS-Kinderdorfes die neue Galerie eröffnet wird.

Die Leiterin des nun als „Ubuntu-Initiative vom SOS-Kinderdorf für Bildung, Kunst und soziales Wirken“ geführten Projekts, Gabriella Schatz, sieht dem Umzug „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ entgegen: „Das neue Konzept fordert mehrere Räume“, beschreibt sie das stetig wachsende Kulturprojekt des SOS-Kinderdorfes Imst. In den neuen Räumen soll auch eine Dauerausstellung über Hermann Gmeiner den Besuchern die Möglichkeit bieten, mehr über den Gründer des SOS-Kinderdorfes zu erfahren. Außerdem wird das nach der Übersiedelung größere Raumangebot die Möglichkeit bieten, zusätzlich zu den Ausstellungen Workshops und Seminare abzuhalten.

Schon seit mehreren Jahren ist Ubuntu auch in den Schulen aktiv tätig und arbeitet beispielsweise an der HTL oder der HAK an fächerübergreifenden Projekten. Die letzte Veranstaltung im alten Forum wird das One-World-Festival am 14. Juni sein, bei dem zahlreiche Musiker zum Benefizkonzert laden.

Wie wichtig Kulturarbeit gerade für Kinder sein kann, zeigt indes die letzte Ausstellung, die derzeit die alten Räumlichkeiten des Forums bereichert: Unter dem Titel „Viel’g’falt“ finden sich zum einen Bilder der Künstlerin Patricia Batkowski-Kuderer, die sich bereits bei der Kunststraße Imst hierzulande einen Namen gemacht hat. Den zweiten Teil der Ausstellung bilden Stationen zum Thema „Schönheit“, die die Künstlerin und Pädagogin gemeinsam mit ihren Schülern der vierten Klasse Volksschule Jenbach verwirklicht hat. Begonnen hatte das dreimonatige Projekt mit einem Achtsamkeitstraining des Bildungsbeauftragten von Ubuntu, Walter Waltz Anyanwu, der mit den Kindern gesungen, gespielt und philosophiert hat. Danach erarbeiteten die Kinder gemeinsam mit ihrer Lehrerin Stationen, bei denen verschiedene Sichtweisen auf das Thema Schönheit in unterschiedlicher Weise verarbeitet wurden. „Mir war es von der ersten Klasse weg ein Anliegen, die komplizierte Dynamik gerade dieser Klassengemeinschaft in positive Kreativität umzuwandeln“, beschreibt Batkowski-Kuderer die Motivation, mit ihrer Klasse auch künstlerisch tätig zu sein. Auch in der Kampfsportar­t Tai Chi werden die Kinder bereits seit vier Jahren unterrichtet und boten den Besuchern der Vernissage davon eine tänzerische Darbietung. Die Ausstellung „Viel’g’falt“ ist noch bis zum 30. Juni am Freitag von 17 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

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