Der Krieg Israels mit Ägypten, Syrien und Jordanien im Jahre 1967
Jerusalem (APA/dpa) - Der Krieg begann am 5. Juni 1967 mit einem überraschenden Angriff Israels gegen seinen ägyptischen Nachbarn und endete...
Jerusalem (APA/dpa) - Der Krieg begann am 5. Juni 1967 mit einem überraschenden Angriff Israels gegen seinen ägyptischen Nachbarn und endete am 10. Juni mit einer Niederlage Ägyptens, Jordaniens und Syriens. Die Spannungen hatten sich schon seit langem aufgebaut.
Seit dem zweiten Nahost-Krieg im Jahre 1956 waren UNO-Truppen auf der Sinai-Halbinsel und im damals ägyptisch kontrollierten Gazastreifen stationiert. Sie sollten nach der Suez-Krise den Frieden sichern. Zwischen Israel und Ägypten sowie den beiden anderen arabischen Nachbarländern Jordanien und Syrien kam es jedoch immer wieder zu Spannungen und Scharmützeln. Im Mai 1967 spitzt sich die Lage weiter zu.
14. Mai: Der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser, der immer wieder zur Zerstörung Israels aufgerufen hat, entsendet Truppen auf die entmilitarisierte Sinai-Halbinsel.
18. Mai: Ägypten fordert die Vereinten Nationen dazu auf, ihre Truppen von der Sinai-Halbinsel und aus dem damals ägyptisch kontrollierten Gazastreifen abzuziehen. Sie sollten dort nach der Suez-Krise von 1956 den Frieden sichern.
22. Mai 1967: Ägypten sperrt den Golf von Akaba und blockiert damit den Zugang der israelischen Hafenstadt Eilat zum Roten Meer.
5. Juni 1967: Israel vollzieht einen überraschenden Präventivschlag, der dritte Nahost-Krieg beginnt. Israels Luftwaffe zerstört binnen weniger Stunden fast die ganze ägyptische Luftwaffe am Boden. Die Nachbarländer Syrien und Jordanien greifen in den Krieg ein, auch ihre Luftwaffen werden zu großen Teilen zerstört. In weniger als einer Woche stehen das Westjordanland, die gesamte Sinai-Halbinsel, der Gazastreifen, Ost-Jerusalem sowie die syrischen Golanhöhen unter israelischer Militärverwaltung.
10. Juni 1967: Der Krieg endet, einen Tag später wird ein Waffenstillstand unterzeichnet. Israel soll seine militärischen Erfolge auf der Basis der UNO-Resolution 242 umsetzen. Die Vereinbarung fordert Israel unter anderem dazu auf, sich zurückzuziehen. Doch Israel kontrolliert bis heute das Westjordanland, Ost-Jerusalem und die von Syrien eroberten Golan-Höhen. Aus dem Gazastreifen hat sich die Armee 2005 zurückgezogen, die Sinai-Halbinsel gab Israel im Rahmen des Friedensabkommens mit Ägypten 1982 wieder zurück.