Einbahnen sollen Thaur entlasten
In einer dreimonatigen Testphase werden Au- und Lorettoweg zu Einbahnen – um so vor allem den Durchzugsverkehr einzudämmen.
Von Michael Domanig
Thaur –Diskutiert wurden die Pläne schon länger, in seiner jüngsten Sitzung hat der Thaurer Gemeinderat nun den Beschluss gefasst: Der Auweg und der Lorettoweg, zwei wichtige Verkehrsadern, die von der Dörferstraße Richtung Süden (B171, Autobahn) abzweigen, werden in Einbahnen umgewandelt – zunächst in einer dreimonatigen Testphase, die im Juli starten soll.
Auf den beiden stark frequentierten Straßen, die im oberen Bereich relativ schmal sind, kommt es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen, auch für Fußgänger und Radfahrer sind sie wenig attraktiv. Für Belastungen sorgt dabei nicht zuletzt der Durchzugsverkehr aus Rum und Absam – viele Bürger der Nachbargemeinden nützen Au- und Lorettoweg, um Richtung Autobahn zu gelangen.
Genau hier will die Gemeinde Thaur nun mittels Einbahnregelungen ansetzen und das eigene Ortszentrum so für den Durchzugsverkehr unattraktiver machen: Mit Start der Testphase kann man am Auweg (ab der Weggabelung Auweg/Lorettoweg) nur noch Richtung Norden, also bergauf fahren, am Lorettoweg nur noch Richtung Süden, also bergab. Zugleich soll die Dörferstraße im Kreuzungsbereich mit dem Lorettoweg mit Stopptafeln abgewertet werden. Der Durchzugsverkehr aus Absam solle nicht mehr durchs Dorf führen, sondern schon über den Essacherweg im Osten von Thaur abgeleitet werden, erklärt BM Christoph Walser (Einheitsliste) die Zielsetzung. Und für die von Rum kommenden Autofahrer wünsche man sich, dass sie künftig über Rum, nicht über Thaur, zur Autobahn abfahren. „Viele werden es sich überlegen“, hofft Walser. Die Testphase soll nun zeigen, wie sich die Regelung auswirkt. „Wenn sie sich bewährt, soll daraus eine dauerhafte Lösung werden“, sagt Walser, „wenn nicht, war es eben nur ein Test.“
Zwölf Mandatare stimmten für das Vorhaben, drei enthielten sich der Stimme – darunter auch GR Thomas Rainer (SPÖ): 35 Thaurer Bürger hätten sich per Unterschriftenliste gegen die Einbahnlösung ausgesprochen, berichtet er, „dennoch will man jetzt die Testphase durchpeitschen“. Er sei nicht generell dagegen, „aber der erste Schritt wäre, mit den Leuten zu reden“. Generell sei die momentane Situation „nicht so schlecht: Der Verkehr wird auf Auweg- und Lorettoweg aufgeteilt.“