Immofinanz - Analysten warten auf Updates zur Russland-Abschreibung

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA429 wurde irrtümlich eine Quelle falsch angegeben. Tatsächlich stammen die eingeflossenen Prognosen von der Baader Bank und der Raiffeisen Centrobank (RCB), und nicht von der Erste Group. Entsprechend wird in der korrigierten Fassung durchgängig Erste Group durch RCB ersetzt. --------------------------------------------------------------------- ~ Wien (APA) - Für die am Montag anstehenden Zahlen für das erste Quartal der Immofinanz stehen für die Analysten vor allem Neuigkeiten zur Russland-Abschreibung im Fokus. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurde das Russland-Geschäft dekonsolidiert. Die Zahlen lassen sich daher nicht vergleichen, da die Vorjahreszahlen noch ein vollkonsolidiertes Russland-Geschäft inkludieren. Die Ergebnisse zum Startquartal werden erst nach Börsenschluss erwartet.

Im Konsensus rechnen die Analysten der Baader Bank und der Raiffeisen Centrobank (RCB) mit Mieterlösen in Höhe von 55,6 Mio. Euro. Im ersten Quartal im Rumpfjahr 2016 waren es 76,8 Mio. Euro, damals war das Russland-Geschäft noch inkludiert.

Die Durchschnittsprognose des Ergebnisses nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt im Schnitt 22,8 Mio. Euro. Hier erwarten die Spezialisten der RCB einen starken Beitrag durch den Verkauf der BUWOG-Anteile.

Für den Vorsteuergewinn und den Nettogewinn laufen die Schätzungen weit auseinander. Im Mittel wird vor Steuern ein Ergebnis von 13,5 Mio. Euro gesehen und unterm Strich ein Betrag von 5,2 Mio. Euro. Auch für das FFO I gibt es eine deutliche Diskrepanz. Gemittelt prognostizieren die Analysten 4,6 Mio. Euro.

Die positiven Auswirkungen der Kostenrestrukturierung würden erst 2019 sichtbar werden, konstatieren die Experten der Baader Bank. Sie erhoffen sich vor allem nähere Informationen zur Russland-Abtrennung.

Zuletzt wollte die Immofinanz noch vor der geplanten Fusion mit der ebenfalls im ATX gelisteten CA Immo ihr Russland-Geschäft loswerden, möglichst durch einen Verkauf. Auch die CA Immo hatte eine Abtrennung zur Bedingung für ein Zusammengehen gemacht, den geplanten Merger jedoch kürzlich vorerst auf Eis gelegt.

Bis Jahresende wolle man den Deal kritisch prüfen, bis dahin sollte auch die Immofinanz Russland los sein, erklärte der CA-Immo-Vorstand noch im März. Zudem sahen die Vorstände die Synergie-Prognosen damals skeptisch und zogen strategische Vorteile der Fusion in Zweifel. Die Immofinanz wiederum hatte erst kurz vor Weihnachten erklärt, dass die Russland-Abtrennung bis Ende 2017 dauern werde.

Immofinanz - Analystenprognosen für das erste Quartal 2017 (in Mio. Euro):

~ Immofinanz Max. Min. Mittel Vorjahr* Mieteinnahmen 58,0 53,1 55,6 76,8 EBITDA 24,3 21,3 22,8 45,3 Vorsteuergewinn 20,9 6,1 13,5 43,7 Nettogewinn 8,3 2,1 5,2 21,9 FFO I 7,3 1,9 4,6 9,3 ~ *erstes Quartal des Rumpfgeschäftsjahres 2016; Zahlen zur Orientierung, nicht direkt vergleichbar

~ ISIN AT0000809058 WEB http://www.immofinanz.com ~ APA217 2017-05-29/12:34