US-Bischöfe: Trumps Budgetplan widerspricht christlichem Glauben
Washington (APA) - Der Haushaltsentwurf des US-Präsidenten Donald Trump für 2018 stößt bei Bischöfen und katholischen Organisationen im Land...
Washington (APA) - Der Haushaltsentwurf des US-Präsidenten Donald Trump für 2018 stößt bei Bischöfen und katholischen Organisationen im Land auf vehementen Widerstand. Der Erzbischof von Louisville (Kentucky), Joseph Kurtz, betonte laut Kathpress, die geplanten Kürzungen bei sozialen Diensten widersprächen sowohl dem katholischen Glauben als auch amerikanischen Grundsätzen.
„Wir haben als Nation gelernt, dass unser Wert danach beurteilt wird, wie wir die Schutzbedürftigsten unter uns behandeln“, sagte der ehemalige Vorsitzende der US-Bischofskonferenz laut dem Pressedienst CNA (Sonntag Ortszeit).
Der am 23. Mai veröffentlichte Haushaltsentwurf, der nun dem Kongress vorliegt, sieht Kürzungen im Sozial- und Bildungsbereich von rund 52 Milliarden US-Dollar allein im kommenden Jahr vor. Über die nächsten zehn Jahre sollen die Unterstützungen für Bedürftige, für die Gesundheitsversorgung, internationale Hilfe, Bildung und Umweltschutz um 3,6 Billionen US-Dollar schrumpfen.
Erzbischof Kurtz sagte weiter, die Kirche erfülle ihre Verantwortung für die Armen nicht nur durch karitatives Handeln, sondern auch durch das Eintreten für eine „gerechte Regierungspolitik“. Kurtz war von 2013 bis 2016 Bischofskonferenz-Vorsitzender in den USA.
Bis zum 30. September muss der Haushalt für 2018 von beiden Häusern des Kongresses abgesegnet werden. Noch nie ging ein Etat-Entwurf eines Präsidenten ohne Korrekturen durch Repräsentantenhaus und Senat. Schon jetzt zeichnet sich auch im republikanischen Mehrheitslager im Kongress Widerstand gegen das Ausmaß der Kürzungen im Sozialbereich ab.