Europas Leitbörsen schließen mehrheitlich etwas schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag mehrheitlich mit leicht schwächerer Tendenz aus dem Handel gegangen. De...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag mehrheitlich mit leicht schwächerer Tendenz aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 fiel marginal um 0,07 Punkte auf 3.578,95 Zähler.

Gegen den Trend gab die Börse in Mailand deutlich um gut 2 Prozent nach. Markbeobachter verwiesen auf Spekulationen auf vorgezogene Neuwahlen in Italien und damit auf Sorgen um einen möglichen Sieg der Europa-Kritiker. Die Angst drückte vor allem auf Finanzwerte. Auch unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 fanden sich mit Intesa SanPaolo (minus 2,06 Prozent) sowie Enel (minus 2,25 Prozent) zwei Titel der Mailänder Börse unter den größten Verlierern.

An den meisten anderen Börsen verlief der Handel hingegen recht ruhig. Vor allem die Tatsache, dass die Festlandbörsen Chinas, sowie die Aktienmärkte in London und New York feiertagsbedingt geschlossen blieben, wurden zur Begründung angeführt.

Auch von konjunktureller Seite gab es keine allzu starken Impulse zu verzeichnen: Die Geldmenge im Euroraum ist im April wieder etwas schwächer gewachsen, wurde am Vormittag bekannt gegeben. Anleger warten in dieser Woche vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, der wegen der weiteren Geldpolitik der US-Notenbank Fed von Bedeutung sein könnte.

Am Nachmittag richteten sich die Blicke der Anleger auf die Europäische Zentralbank, (EZB), deren Chef Mario Draghi sich den Fragen der Abgeordneten des Europaparlaments stellte. Draghi sieht weiterhin die Notwendigkeit einer lockeren Geldpolitik im Euroraum. „Wir bleiben fest davon überzeugt, dass ein außergewöhnliches Maß an geldpolitischer Unterstützung, einschließlich unserer Forward Guidance, immer noch nötig ist“, so Draghi.

Unter den Einzelwerten rückten die Aktien von IAG in Madrid mit minus 2,78 Prozent in den Fokus. Ein Ausfall des kompletten IT-Systems hatte unzähligen Passagieren der Konzerntochter British Airways den Start ins lange Wochenende verdorben. Weltweit kam es zu Flugausfällen und Verspätungen.

Nach einer regelrechten Serie an freundlichen Handelstagen haben die Aktien der Lufthansa in Frankfurt den jüngsten Kursgewinnen etwas Tribut zollen müssen. Die Titel büßten 0,41 Prozent an Wert ein. Belastend dürfte sich dabei der mittlerweile stabilisierte Ölpreis ausgewirkt haben.

In Zürich gaben die Titel von Novartis leicht um 0,13 Prozent nach. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Medikament Zykadia die Zulassung für eine bestimmte Form von Lungenkrebs erteilt.

Klar fester mit plus 2,25 Prozent schlossen Carrefour. Händler verwiesen zur Begründung auf Presseberichte, wonach Alexandre Bompard als Favorit für den Chefposten beim französischen Handelskonzern gilt. Bompard ist derzeit Geschäftsführer der Buch-und Elektronikhandelskette Fnac Darty. Deren Aktien mussten hingegen ein Minus von gut zwei Prozent verdauen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA423 2017-05-29/18:09