Innsbrucker Grünen-Duell: Letztes Werben um Delegierte

Innsbruck (APA) - Bei der Bezirksversammlung haben die beiden grünen Kontrahenten, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider und Nationalrat Geo...

Innsbruck (APA) - Bei der Bezirksversammlung haben die beiden grünen Kontrahenten, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider und Nationalrat Georg Willi, ein letztes Mal in kurzen Reden um die Gunst der Delegierten geworben. Pitscheider beschrieb sich selbst als „erfolgreiche Vizebürgermeisterin“ und meinte: „Never change a winning team.“ Willi hingegen verlautete, er traue sich das Bürgermeisteramt zu.

„Wir haben die realistische Chance, stimmenstärkste Partei zu werden. Und ich will Bürgermeisterin werden“, machte Pitscheider klar. Sie habe die Fähigkeit, Projekte umzusetzen und verfüge über ein großes Netzwerk. Sie betonte zudem die „Stärke eines solidarischen Teams“.

Die Grünen würden in Innsbruck in allen Umfragen vorne liegen und er bekomme „sehr viel Zuspruch“, zeigte sich auch Willi hinsichtlich seiner Siegchancen optimistisch. Er wolle „keine One-Woman-Show“ wie man es bei Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) manchmal erlebe. Er sei ein Teamarbeiter, so der 58-Jährige. „Ich will keine Stadt der vielen Verbote“, sprach sich der Nationalratsabgeordnete etwa gegen das Bettelverbot sowie das Alkoholverbot in der Maria Theresienstraße aus. Im Bereich der Finanzen plädierte er für eine „Konzentration auf die unmittelbaren Dienstleistungen“ wie öffentlicher Verkehr und leistbares Wohnen.

Im Falle einer Niederlage wolle er weiter Nationalratsabgeordneter bleiben, stellte Willi klar. Sollte er gegen Pitscheider obsiegen, das Bürgermeisteramt dann aber nicht erreichen, werde er trotzdem in der Stadtpolitik verweilen, betonte er.

~ WEB http://www.gruene.at ~ APA453 2017-05-29/19:18