Aktivisten: 14 Zivilisten bei IS-Angriff im Osten Syriens getötet
Deir ez-Zor (Deir al-Zor) (APA/AFP) - Bei einem Angriff der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) in der ostsyrischen Stadt Deir Ezzor si...
Deir ez-Zor (Deir al-Zor) (APA/AFP) - Bei einem Angriff der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) in der ostsyrischen Stadt Deir Ezzor sind nach Aktivistenangaben am Montag 14 Zivilisten getötet worden. Unter den Toten seien auch drei Kinder, teilte die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Extremisten beschossen demnach den von Regierungstruppen kontrollierten Stadtteil Al-Jura.
„Der Beschuss erfolgte unmittelbar bevor die Familien zum Fastenbrechen im Ramadan zusammenkamen“, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.
Ein vor Ort ansässiger Aktivist berichtete von Mörserbeschuss durch die IS-Kämpfer. Mehr als 40 Menschen seien verletzt worden, darunter auch Frauen und Kinder. „Einige von ihnen schweben in Lebensgefahr, aber die Gesundheitsversorgung in der Gegend verschlechtert sich wegen Mangels an Ärzten, Medikamenten und Ausrüstung“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.
Das Welternährungsprogramm wirft seit April 2016 Hilfspakete über der Stadt ab. Auch Flugzeuge der russischen und syrischen Regierung versorgen die Bevölkerung aus der Luft. Im Syrienkrieg starben seit März 2011 bereits mehr als 320.000 Menschen.
(Alternative Schreibweise: Deir ez-Zor, Dair as-Saur, Deir Essor, Deir al-Zor)