Europas Leitbörsen erwarten zur Eröffnung kaum Veränderungen

Frankfurt am Main (APA) - Nach dem eher verhaltenen Wochenstart dürften die europäischen Börsen ihren lustlosen Handel auch am Dienstag fort...

Frankfurt am Main (APA) - Nach dem eher verhaltenen Wochenstart dürften die europäischen Börsen ihren lustlosen Handel auch am Dienstag fortsetzen. Impulse aus New York fehlen, nachdem dort zu Wochenbeginn feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde. Auch aus Asien ist am Dienstag kein Rückenwind zu erwarten - die Region befindet sich angesichts geschlossener Börsen in Hongkong und auf dem chinesischen Festland im Feiertagsmodus.

Der F-DAX als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand kurz vor dem Handelsstart mit minus 0,04 Prozent bei 12.616 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 wurde 0,11 Prozent schwächer erwartet. Auch der britische FTSE-100 wird mit minus 0,23 Prozent etwas schwächer erwartet.

Nach dem vorherigem Anstieg auf ein neues Rekordhoch tritt der deutsche DAX seit Mitte des Monats rund 200 Punkte darunter auf der Stelle. Besser hielt sich am Vortag der Mittelwerteindex MDAX, der einen neuen Spitzenwert bei 25.298 Punkten erreichte. Die Ölpreise, die in der vergangenen Woche durch ihren Rückschlag für Bewegung am Aktienmarkt gesorgt hatten, blieben unauffällig. Der Euro war zuletzt nach der Rede von EZB-Chef Mario Draghi leicht gefallen. Draghi hatte am Vortag betont, dass er „ein außergewöhnliches Maß an geldpolitischer Unterstützung“ durch die Europäische Zentralbank weiterhin für nötig halte.

Konjunkturseitig stehen neben den Verbraucherpreisen aus Deutschland unter anderem Daten zum Verbrauchervertrauen aus der Eurozone und den USA im Blick. In den Vereinigten Staaten werden am Nachmittag mit dem Case-Shiller-Index Daten vom Häusermarkt für den Monat März veröffentlicht.

Auf der Seite der Unternehmen ist die Agenda eher dünn bestückt. Nach dem Ablauf der Berichtssaison beginnt nun die Periode der Hauptversammlungen. Es laden an diesem Tag unter anderem der deutsche Medizintechnikhersteller Carl Zeiss Meditec, die Deutsche Pfandbriefbank, RIB Software und der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson ein.

Beim Windkraftanlagenhersteller Nordex stellt sich erstmals der neue Vorstandschef José Luis Blanco den Fragen der Aktionäre. Zunächst könnten die Nordex-Papiere von einer frischen Verkaufsempfehlung durch die britische Investmentbank HSBC belastet werden.

Investoren werden zur Eröffnung zudem die irische Ryanair, die zuletzt Geschäftszahlen veröffentlicht hatte, im Blick behalten.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA061 2017-05-30/08:58