Olympia

Olympia-Reform: Judo-Präsident für Vier-Jahreszeiten-Spiele

Los Angeles bewirbt sich für die Olympischen Spiele 2024.
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„Vielleicht könnten sie sogar in Indoor- und Outdoor-Spiele getrennt werden, zu verschiedenen Zeiten stattfinden“, sagte IJF-Boss Marius Vizer.

Budapest - Judo-Weltverbandschef Marius Vizer hat sich für eine Reform der Olympischen Spiele und eine mögliche Aufteilung in mehrere kleinere Veranstaltungen ausgesprochen. „Vielleicht könnten sie sogar in Indoor- und Outdoor-Spiele getrennt werden, zu verschiedenen Zeiten stattfinden, oder es könnte sogar Vier-Jahreszeiten-Spiele geben, damit die Organisation einfacher, bequemer und effizienter wird“, sagte der IJF-Präsident der dpa.

„In Städten mit einer ausreichenden Infrastruktur und geeigneten Logistik könnte man so verhindern, dass hohe Kosten verursacht werden“, sagte Vizer. Diese müssten schlussendlich ohnehin von der Bevölkerung getragen werden. Eine Reform des Olympia-Konzeptes hält der Sportfunktionär für sehr „willkommen“, da davon auch mögliche Ausrichter sowie die gesamte Gesellschaft profitieren könnten.

Daher sei eine mögliche gleichzeitige Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2024 und 2028 an „zwei Städte mit immensem Potenzial“ eine gute Idee. Los Angeles und Paris sind die beiden Kandidaten, die sich ursprünglich für die Olympischen Spiele 2024 beworben hatten. „Wenn die beiden Spiele zur gleichen Zeit vergeben werden, gibt es genug Zeit, um an einer Neustrukturierung und Modernisierung der Olympischen Spiele zu arbeiten“, sagte Vizer. (dpa)