Französische Europaministerin de Sarnez weist Vorwürfe zurück
Paris (APA/dpa) - Die französische Europaministerin und bisherige Europaabgeordnete Marielle de Sarnez hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach e...
Paris (APA/dpa) - Die französische Europaministerin und bisherige Europaabgeordnete Marielle de Sarnez hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach es bei der Anstellung einer Mitarbeiterin im Europaparlament Unregelmäßigkeiten gegeben haben soll. Der Arbeitsvertrag sei von der Volksvertretung gebilligt worden, erklärte De Sarnez der Nachrichtenagentur AFP.
Der Nachrichtensender Franceinfo und andere französische Medien berichteten am Dienstag, die Pariser Staatsanwaltschaft habe bereits im März eine Voruntersuchung eingeleitet. Dabei gehe es um die mögliche Scheinbeschäftigung von Assistenten von etwa 20 französischen Europaabgeordneten. Ausgelöst wurden die Ermittlungen von einer EU-Abgeordneten der rechtsextremen Front National, berichteten die Medien weiter.
Die Partei von Marine Le Pen steht selbst wegen möglicher Scheinbeschäftigungen in der europäischen Volksvertretung schon länger in der Kritik. Dabei könnte nach früheren, ungenannten Quellen ein Schaden von bis zu fünf Millionen Euro entstanden sein. Assistenten von FN-Abgeordneten sollen statt im Europaparlament unerlaubt für die Partei in Frankreich gearbeitet haben. Auch Le Pen selbst deshalb als Europaabgeordnete schon länger im Visier der französischen Justiz.